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Stadtsparkasse München startet Signaturkarte

24.04.2006
Privatpersonen und Unternehmen sollen von der Lösung profitieren.

Als erste bayrische Sparkasse bietet das Unternehmen seinen Kunden und anderen an dem Verfahren Interessierten jetzt die Möglichkeit, eine digitale Signaturkarte zu beantragen. Damit können sie entweder wichtige Dokumente oder Verträge elektronisch unterschreiben, vertrauliche Informationen verschlüsseln oder Behördengänge von zu Hause aus erledigen. Benötigt werden dazu jedoch neben der Karte und den Zertifikaten noch ein PC, ein entsprechendes Lesegerät und ein Internet-Anschluss.

In einem Pilotprojekt hatte das Finanzinstitut die digitale Unterschrift zuvor gemeinsam mit anderen Banken der Sparkassengruppe getestet. Joachim Ebener, für IT zuständiges Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse, glaubt an den Erfolg des Projekts. Die elektronische Signatur werde "zusammen mit dem Internet vieles im Leben einfacher machen" und damit "zahlreiche Einzelwege zu Behörden und anderen Einrichtungen" in Zukunft erübrigen.

Für das Zertifikatspaar - bestehend aus einem qualifizierten Zertifikat für die elektronische Signatur und einem fortgeschrittenen Zertifikat für Verschlüsselung und Authentifizierung - werden pro Jahr rund 20 Euro berechnet. Hinzu kommen die Kosten für die Signaturkarte, die mit rund 35 Euro zu Buche schlagen. Kunden erhalten die kontogebundene Karte zum Preis von knapp zwölf Euro. Wer eine Signaturkarte haben möchte, muss dazu persönlich bei der Stadtsparkasse vorsprechen, da es notwendig ist, den Antragsteller zu identifizieren und zu registrieren.

Das Finanzinstitut glaubt, dass auch Unternehmen von den Legitimationskarten profitieren können. So lasse sich die Karte nicht nur einsetzen, um elektronische Dokumente rechtsverbindlich zu unterzeichnen und E-Mails sowie Dateien zu verschlüsseln, sondern diene auch dazu, sich vom Büro- oder Heimarbeitsplatz aus sicher am PC beziehungsweise dem Firmennetz anzumelden oder in der Kantine zu bezahlen. Außerdem sei es möglich, damit eine Gebäudezutrittskontrolle umzusetzen die Arbeitszeit der Mitarbeiter zu erfassen.

Die Deutsche Bank bietet eine Signaturkarte bereits seit dem September 2003 an. Informationen zur "db Signaturcard" gibt es hier. (ave)