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Spock: Eine neue Suchmaschine für Menschen

10.08.2007
Wer sich viel in Social Networks herumtreibt, der hat bald eine ziemlich gespaltene oder besser gesagt verstreute "digitale Persönlichkeit". Eine neue Suchmaschine namens "Spock" tritt an, dies zu ändern.

Spock, seit Mittwoch im öffentlichen Beta-Test, sucht Informationen zusammen, die Leute über sich in sozialen Netzen wie LinkedIn, MySpace oder Friendster veröffentlicht haben, und konsolidiert sie. Die Daten werden gewichtet und verschlagwortet ("tagging"). Als Suchergebnis gibt es dann eine Zusammenfassung mit biographischen Daten wie Alter, Wohnort und Arbeitsplatz. Allzu persönliche Daten wie Adresse oder Telefonnummer werden allerdings aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Nutzer bekommen zudem die Möglichkeit, ihre Spock-Profile zu bearbeiten.

Zurzeit verzeichnet der Spock-Index rund 100 Millionen Namen. Innerhalb der nächsten neun Monate will die Suchmaschine laut CEO Jaideep Singh "jeder Person auf der Welt" erfassen. Mit der Gewichtung hapert es allerdings noch ein wenig: Die Kollegen von der "Computerworld" haben gestern mal probehalber nach "John Edwards" gesucht. Der frühere Senator und aktuelle Präsidentschaftskandidat kam auf der Spock-Ergebnisliste leider erst an siebter Stelle - wobei vier der vor ihm rangierenden Männer gleichen Namens bereits tot sind. Vielleicht hat John Edwards einfach zu wenig Spuren im Web 2.0 hinterlassen, eine Suche nach "George Bush" wirft immerhin den amtierenden US-Präsidenten als ersten aus. (tc)