Abkommen über DB-Austausch wurde jetzt unterzeichnet:

Sowjets kooperieren mit Österreich

20.06.1986

WIEN (vwd) - Ein Abkommen über den gegenseitigen Online-Zugriff auf sowjetische beziehungsweise österreichische sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Datenbanken wurde jetzt in Wien unterzeichnet. Die Kooperation soll zunächst experimentell ablaufen.

Von sowjetischer Seite firmierte für die Datenbank "Inion" in Moskau der Leiter dieses Instituts der Akademie der Wissenschaften, Vladimir Alexejewitsch Vinogradov. Der österreichische Partner ist das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Rechenzentrum (WSR), das Rechenzentrum des Instituts für Höhere Studien (IHS) und des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo). Das Wifo unterhält am WSR seine volkswirtschaftliche Datenbank.

"Inion" ist eine der größten russischen Datenbanken auf dem Gebiet der Literatur und Dokumentation in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Das Abkommen wird nach Herstellung der nun vereinbarten technischen Voraussetzungen österreichischen Wissenschaftlern direkten Zugang zu Inion erlauben. Die Alpenrepublik ist damit das erste Land außerhalb des Comecon, das offiziell Zugang zu der sowjetischen Datenbank erhält.