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Sony Ericsson: Profitabilität wird eine Herausforderung

18.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das japanisch-schwedische Handy-Joint-Venture Sony Ericsson Mobile Communications hofft nach wie vor, das laufenden Geschäftsjahr mit einem Profit abzuschließen. Aufgrund der bislang schwachen Nachfrage nach Mobiltelefonen sollen die weltweiten Verkaufszahlen aber am unteren Rand der anvisierten Skala von 400 bis 420 Millionen Stück liegen.

Im ersten Geschäftsquartal war es dem Joint Venture trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelungen, einen leichten Gewinn auszuweisen. Gleichzeitig büßte Sony Ericsson jedoch laut Gartner Marktanteile ein: Das Gemeinschaftsunternehmen verkaufte in den ersten drei Monaten nach Erhebungen der Marktforscher nur sechs Millionen Handys, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die beiden Firmen zusammen noch 8,3 Millionen Mobiltelefone veräußert.

Der Präsident des Joint Ventures, Katsumi Ihara, setzt nun auf neue, MMS-fähige GPRS-Handys, um den Absatz zu steigern. Gleichzeitig soll die erweiterte Produktpalette nun alle Preiskategorien vom Top-end- bis zum Einstiegsmodell bedienen. So zielen etwa die beiden Neuvorstellungen "T200" sowie "T300" mit Multimedia-Services (MMS) auf den Massenmarkt. Ihara geht wie bisher davon aus, dass Sony Ericsson innerhalb der kommenden fünf Jahre weltweit die Nummer eins im Bereich Handys wird. Aktuell soll der Marktanteil des Gemeinschaftsunternehmens rund sieben Prozent betragen. (mb)