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Sony: Der Euro ist schuld an internen Entlassungen

17.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sony hat den schwachen Euro sowie steigende Geschäftskosten in Großbritannien für die Entlassung von 400 Mitarbeitern in Südwales verantwortlich gemacht. Der japanische Elektronikkonzern erklärte, durch den niedrigen Euro-Kurs seien Exporte zum europäischen Kontinent schwieriger geworden. Allerdings liege es nicht nur am Euro, schränkte ein Sony-Sprecher ein. Zusätzlich beeinträchtigten die hohen Benzinkosten und Unternehmenssteuern die Wettbewerbsfähigkeit von Firmen in Großbritannien.

Erst vor kurzem hatte auch Hitachi 350 seiner Angestellten in Cardiff auf die Straße gesetzt. Inzwischen wird vermutet, dass viele Investoren bereits damit liebäugeln, ihre Finanzbeteiligungen aufgrund des Euros auf das kontinentale Europa zu verlagern. Gerade viele japanische Unternehmen sind Experten zufolge beunruhigt über das mangelnde Interesse der Briten, sich dem Euro anzuschließen.