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Sondereffekte bescheren United Internet Rekordgewinn

16.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Internet-Beteiligungsgesellschaft United Internet AG hat Zahlen zum ersten Halbjahr veröffentlicht und die Erwartungen mit 145,7 Millionen Euro und einem EBITDA-Gewinn (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 39,9 Millionen Euro deutlich übertroffen. Analysten hatten Einnahmen von 141,7 Millionen Euro und 36,5 Millionen Euro EBITDA-Profit erwartet. Der Nettogewinn nach Minderheiten liegt aktuell bei 27 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 13,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis pro Aktie beträgt 47 Cent nach minus 24 Cent im Vorjahreshalbjahr.

Der unerwartet hohe Gewinn geht allerdings vor allem auf Sondereffekte in Höhe von 12,6 Millionen Euro zurück, unter anderem aus dem Verkauf von Anteilen an Jobpilot und Adlink. Ohne Sondereffekte beträgt das EBITDA im zweiten Quartal 14,2 Millionen Euro nach 13,1 Millionen Euro in den ersten drei Monaten; der Umsatz stieg sequentiell von 70,9 Millionen Euro im ersten Quartal auf aktuell 74,8 Millionen Euro.

Im Outsourcing-Bereich hat United Internet nach eigenen Angaben die konjunkturell schwierige Situation der Branche zu spüren bekommen. Dafür habe sich das Produktgeschäft - hier sind unter anderen GMX und 1&1 Internet enthalten - besser entwickelt als erwartet. Firmenchef Ralph Dommermuth erklärte, United Internet sei für den weiteren Verlauf des Jahres 2002 "sehr optimistisch". (tc)