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Softwarefehler kommen die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen

15.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einer Untersuchung der LOT Consulting GmbH, Karlsruhe, beläuft sich der Gesamtschaden, der deutschen Unternehmen durch Softwarefehler entsteht, auf jährlich 165 Milliarden Mark. Laut Studie müssen die Firmen allein für die Beseitigung von Programmfehlern gut ein Drittel ihres jährlichen IT-Budgets - hochgerechnet etwa 28 Milliarden Mark - ausgeben. Um ein Vielfaches höher schlagen zusätzlich die Produktivitätsverluste durch Computerausfälle zu Buche: Diese belaufen sich nach Angaben der befragten Firmen auf durchschnittlich 2,6 Prozent ihres Umsatzes und erreichen damit ein Gesamtvolumen von 137 Milliarden Mark pro Jahr.

Nach Meinung von LOT-Geschäftsführer Erich Zimmermann werden diese Zahlen in Zukunft noch höher ausfallen. Der Grund: Wegen der zunehmenden Komplexität von Softwarelösungen sei mit einem weitaus höheren Fehlerpotenzial zu rechnen. Die Studie basiert auf einer Befragung von 922 deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Millionen Mark Umsatz und einem jährlichen IT-Budget von durchschnittlich 0,89 Millionen Mark.