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Software AG dementiert Umsatzwarnung

23.08.2004

Die Darmstädter Software AG ( SAG ) hat einen Bericht dementiert, wonach das Unternehmen seine Geschäftsziele in den USA wegen der schwachen Nachfrage nicht erreichen werde. Die US-Tochter gehöre zu den profitabelsten Gesellschaften des Konzerns, teilte der XML-Spezialist mit und bekräftigte die im Juli angehobene Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2004 (Computerwoche.de berichtete). Dennoch brach der Aktienkurs am Freitag um mehr als acht Prozent ein.

Unternehmenschef Karl-Heinz Streibich hatte gegenüber der Nachrichtenagentur "Bloomberg" erklärt, dass die Situation in den USA gegenüber anderen Ländern vergleichsweise schwierig sei. Er gehe davon aus, dass die SAG dort in diesem Jahr ihren Umsatzrückgang zwar drastisch reduzieren, aber nicht stoppen könne.

Die Software AG hatte im ersten Halbjahr 2004 in der Region Americas 60,1 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, das entspricht einem währungsbereinigten Rückgang um drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während die Wartungserlöse dabei um zwei Prozent auf 38,7 Millionen Euro anstiegen, ging das Servicegeschäft um neun Prozent auf 7,5 Millionen Dollar zurück, die Lizenzerlöse schrumpften gar um elf Prozent auf 13,6 Millionen Dollar.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Unternehmen in der Region aber wieder mit Produkteinnahmen auf Vorjahresniveau (währungsbereinigt), teilte Streibich mit. Die Serviceumsätze sollen sogar über dem Vergleichswert 2003 liegen. Wegen der negativen Entwicklung im ersten Halbjahr würden die Umsätze der Region aber – wie erwartet - leicht unter dem Vorjahresniveau bleiben, so der SAG-Chef. Gleichzeitig rechne das Unternehmen in den übrigen Regionen mit einem anziehenden Geschäft, so dass der Gesamtumsatz währungsbereinigt auf Vorjahresniveau liegen werde. Streibich bekräftigte, dass der Betriebsgewinn (EBIT) um rund 40 Prozent auf 83 Millionen Euro steigen werde. Hinzu kämen Erlöse von 24,5 Millionen Euro aus dem Verkauf der restlichen SAP-SI-Anteile. (mb)