Beispiel Allianz Arena

So profitieren Fußball-Fans von 5G

26.05.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die Telekom versorgt ab sofort die Allianz Arena des FC Bayern München mit 5G. Das bringt 5G den Fußballfans im Stadion. Plus: So läuft der 5G-Ausbau der Telekom im Bundesgebiet.

Es ist soweit: Wie bereits vor Saisonstart angekündigt, haben Deutsche Telekom und FC Bayern 5G in die Münchner Allianz Arena gebracht. Denn ab sofort funkt 5G im Fußball-Tempel der Bayern.

Beispiel Allianz Arena: So profitieren Fußball-Fans von 5G
Beispiel Allianz Arena: So profitieren Fußball-Fans von 5G
Foto: Deutsche Telekom

Die Technik: 5G auf 3,6 Gigahertz

Die Telekom hat dort während der Corona-Pause der Bundesliga elf neue 5G-Antennen installiert, die das Stadion mit dem schnellen Mobilfunkstandard versorgen sollen und die bereits vorhandenen 40 LTE-Antennen ergänzen.

Die neuen 5G-Antennen sind am Dach der Allianz Arena, auf der Ebene 7 des Stadions und auf einem Parkhaus montiert. Damit werden der Innenraum und der Bereich rund um die Heimspielstätte des FC Bayern München versorgt. Die Antennen nutzen die 3,6-GHz-Frequenz. Dieses Spektrum ermöglicht Highspeed 5G mit Datenraten über 1 Gigabit/s.

Der Nutzen

Gemeinsam wollen die Telekom und der FC Bayern München die Technik nutzen, um in Zukunft das Erlebnis in der Arena rund um das Spiel attraktiver zu gestalten. Einige Beispiele: "Mit 5G können die Fans Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Anwendungen ausprobieren, wie zum Beispiel Selfies zusammen mit Avataren der Spieler vor der Allianz Arena machen oder virtuelle Spieler des FC Bayern steuern. Zudem können sie mit Augmented Reality ihre eigenen Ballkünste unter Beweis stellen. Auch virtuelle Wettkämpfe zwischen den Besuchern sind denkbar", erklärt die Telekom.

Das Problem

Ein Problem gibt es aber mit dem 5G-Start in der Allianz-Arena: Das Publikum fehlt wegen der Coronakrise. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, geht darauf ein: „Natürlich ist es sehr schade, dass unsere Fans diesen besonderen Fortschritt momentan nicht live vor Ort miterleben können. Nichtsdestotrotz wollen wir uns auch während dieser aktuell sehr besonderen Situation stetig weiterentwickeln und sind somit bereits jetzt für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes vor Zuschauern bestens vorbereitet.“

Ursprünglich war während des regulären Spielbetriebs ein 5G-Erlebnistag für die Fans geplant. Dieser Erlebnistag soll nun stattfinden, sobald wieder Zuschauer im Stadion dabei sein dürfen.

5G Ausbau der Telekom in Deutschland

Neben den 5G-Antennen in der Allianz Arena hat die Telekom laut eigenen Angaben derzeit mehr als 500 5G-Antennen im deutschen Netz integriert. Sie funken aktuell in acht Städten. Im Laufe des Jahres soll die Zahl der 5G-Antennen auf über 1500 steigen.

Die Telekom plant zudem für 2020, über 40.000 Antennen für den 5G-Ausbau auf der 2,1-GHz-Frequenz fit zu machen. Damit soll mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung noch 2020 von 5G profitieren können. (PC-Welt)