Master Data Management

So pflegen Sie Ihre Stammdaten

26.11.2015
Von 
Stefan Müller kommentiert Themen und Trends zu Datenintegration, Datenmanagement und Analytics. Er leitet den Bereich Big Data Analytics bei it-novum und betreut Datenprojekte bei Bundesbehörden und Unternehmen. Daneben ist er ein gefragter Autor und Referent auf Fachveranstaltungen und Workshops.
Unternehmen mit gewachsenen Strukturen halten ihre Stammdaten oftmals in mehreren Systemen vor. Ohne Master Data Management drohen Prozessfehler und finanzielle Verluste

Werden Stammdaten redundant in mehreren Systemen gehalten, führt dies häufig zu Dubletten und Inkonsistenzen, die ihrerseits Fehler in der Geschäftsprozessabwicklung und -analyse provozieren. Um Daten über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg zu organisieren, bedarf es einer geeigneten Master-Data-Management-Lösung.

Master-Data-Management sorgt für einen bereinigten Datenbestand.
Master-Data-Management sorgt für einen bereinigten Datenbestand.
Foto: Jürgen Priewe - shutterstock.com

Ganz gleich, ob es sich um Informationen zu Produkten, Kunden, Finanzen, Lieferanten oder Standorten handelt – Master Data Management behandelt alle Aspekte, die es Unternehmen ermöglichen, die Qualität ihrer Daten sicherzustellen. Dabei spielt nicht nur die Technologie eine Rolle, sondern auch die beteiligten Geschäftsprozesse und Data Governance.

Stammdaten konsolidieren und harmonisieren

Master Data Management kann für verschiedene Szenarien eingesetzt werden, die gleichzeitig auch den roten Faden bei der Einführung eines Stammdaten-Managements mit zentralem Repository darstellen. Bei der Konsolidierung werden die Stammdaten eines Business-Objekts, das kann beispielsweise ein Lieferant sein, in das zentrale Stammdaten-Repository eingespeist. Dort werden die Daten um Dubletten bereinigt und, falls nötig, mit weiteren Informationen angereichert. Die Zusammenführung von Stammdaten gleicher Objekte mit möglicherweise unterschiedlicher Identifikation – zum Beispiel „Mitarbeiter“ und „Personal“ – wird Harmonisierung genannt.

Lokale und zentrale Stammdatenpflege

Bei der lokalen Stammdatenpflege werden die Stammdatenattribute in den unterschiedlichen Systemen über einen Server konsistent gehalten. Die Anlage lokaler Datensätze und deren Pflege erfolgt aber weiterhin in den Anwendungen selbst. Bei der zentralen Stammdatenpflege hingegen beginnt der Master-Data-Management-Prozess auf dem Stammdatenserver. Von hier aus werden die festen Datensätze an die Datenverwaltungssysteme der Anwendungen verteilt, welche die Stammdaten nutzen. (bw)