Persistent-Memory-Technologie

So optimieren Sie Ihr SAP-HANA-Datenmanagement

26.04.2019
Anzeige  Die Start- und Ladezeiten von In-Memory-Datenplattformen wie SAP HANA lassen sich enorm verkürzen. Wir verraten Ihnen wie.

In der digitalen Geschäftswelt von heute hängt die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen davon ab, dass IT-Systeme und Daten rund um die Uhr verfügbar und zugänglich sind, für Beschäftigte, aber auch für Kunden und Partner.

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass Daten und IT-Systeme nicht immer bereitstehen. Ursache dafür kann ein administrativer Fehler (wie das Abschalten des falschen Servers bei einer geplanten Wartung) sein oder auch ein ungeplanter Ausfall (zum Beispiel ein zu langsames Umschalten der unterbrechungsfreien Stromversorgung bei einem plötzlichen Stromausfall). Aufgrund des stets steigenden Datenaufkommens dauert es nach solchen Ereignissen eine gewisse Zeit - oft mehrere Stunden - bis ein Server neu gestartet und die, oft mehrere Terabyte große, Datenbank wieder in den Speicher geladen ist. Bei In-Memory-Computing-Plattformen wie SAP HANA verschärft sich dieses Problem noch: Da der Arbeitsspeicher flüchtig ist (in der Regel handelt es sich dabei um Dynamic Random Access Memory - DRAM) gehen bei einem Ausfall alle dort vorgehaltenen Daten verloren und müssen neu geladen werden.

Mit der richtigen Technologie vom richtigen Partner ziehen auch Sie Ihr Datenmanagement glatt.
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Foto: turgaygundogdu - shutterstock.com

SAP + Intel = starkes Doppel

Abhilfe schaffen an dieser Stelle nicht-flüchtige Speicher (Non-Volatile-DIMM), wie sie zum Beispiel Intel mit Optane DC Persistent Memory für die In-Memory-Datenmanagementplattform SAP HANA ab Version 2.0 SPS 03 anbietet. Zwar stellt SAP HANA von Haus aus Funktionen für das Datenmanagement bereit, die laufend verbessert und erweitert werden. In Verbindung mit der Persistent-Memory-Technologie gestaltet sich die Datenverwaltung jedoch deutlich effizienter.

Der geschäftliche Nutzen, den Unternehmen daraus ziehen können, ist enorm: Nach einer Downtime, ob geplant oder ungeplant, lässt sich SAP HANA innerhalb sehr kurzer Zeit wieder starten beziehungsweise laden. Das spart Kosten und entlastet die Datenbankadministratoren, denen so mehr Raum für andere kritische Kernaufgaben bleibt. Die schnelle Wiederherstellung erhöht zudem die Stabilität der SAP HANA-basierten Anwendungslandschaft und ermöglicht so den kontinuierlichen Geschäftsbetrieb.

Möglich werden solche extrem kurzen Start- und Ladezeiten, weil die Persistent-Memory-Technologie im Fall einer Downtime, ob geplant oder ungeplant, dafür sorgt, dass die Daten im Arbeitsspeicher eines SAP-HANA-Servers erhalten bleiben. Das ist ein echter Mehrwert im Vergleich zum etwas schnelleren, dafür aber flüchtigen und erheblich teureren DRAM.

Wie Persistent Memory beschleunigt

Werden Daten im Arbeitsspeicher eines SAP-HANA-Servers gehalten, der aus einem DRAM besteht, ermöglicht das in Bezug auf die Datenverarbeitung und -analyse zwar eine hohe Performance, doch die hat ihren Preis: Im DRAM vorgehaltene Daten gehen verloren, wenn ein SAP-HANA-Server durch eine plötzliche Unterbrechung der Stromversorgung ausfällt oder nach einer Wartungsdowntime neu gestartet wird. Die Daten müssen dann aus anderen, langsameren Speichern wie Solid State Disks (SSDs) oder Festplattenlaufwerken (HDDs) wieder in den Arbeitsspeicher geladen werden. Bei einer mehrere Terabyte großen SAP-HANA-Datenbankinstallation kann dieser Vorgang mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Wird SAP HANA in Verbindung mit Intel Optane DC Persistent Memory genutzt, nehmen Start- beziehungsweise Ladevorgänge dagegen nur wenige Minuten in Anspruch. Das belegen realitätsnahe Benchmark-Tests, die Techniker von Intel und SAP durchgeführt haben. Bei einer sechs Terabyte großen SAP-HANA-Plattform (Version 2.0 SPS 03) reduzierte sich die Startzeit durch den kombinierten Einsatz von Persistent Memory und DRAM (im Vergleich zu einem nur mit DRAM ausgestatteten Server) um das 12,5-Fache: von 50 auf vier Minuten.

Mehr In-Memory-Kapazität für optimales Data Tiering

Intel Optane DC Persistent Memory bietet darüber hinaus deutlich mehr In-Memory-Datenkapazität für SAP HANA als ein herkömmlicher DRAM - nämlich bis zu 512 Gigabyte pro Modul statt 128 Gigabyte und damit mehr als drei Terabyte pro Prozessor (CPU). Das verringert die Total Cost of Ownership (TCO) für den Speicher der SAP-HANA-Plattform und verbessert die Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

Gleichzeitig eröffnet die größere In-Memory-Kapazität neue Möglichkeiten in Bezug auf das Data Tiering. Im In-Memory-Arbeitsspeicher lassen sich damit neben Daten der Kategorie "hot", die sehr häufig benötigt werden, auch weniger oft genutzte, als "warm" klassifizierte Daten ablegen. In Verbindung mit den neuen Data-Tiering-Funktionen der aktuellen SAP-HANA-Version (2.0 SPS 04) erhöht das die Performance bei Abfragen zusätzlich, sodass sich zeitnah wichtige Erkenntnisse für das Geschäft ziehen lassen - auch aus großen Datenmengen.

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