Für Zusatzspeicher und Peripheriegeräte

So nutzen Sie USB OTG auf Ihrem Smartphone

02.06.2017
Von Arne Arnold
Dank USB OTG lassen sich Peripherie-Geräte wie USB-Sticks, Festplatten oder Kameras mit dem Smartphone verbinden. Wir erklären die technischen Hintergründe und stellen die besten Einsatzszenarien vor.

Der USB-Anschluss ist vom handelsüblichen Computer gar nicht wegzudenken. Über ihn schließen Sie beispielsweise Smartphones, externe Festplatte, Drucker und viele weitere Geräte an den Rechner an. Und natürlich auch den altbewährten USB-Stick, auf dem Sie alle Daten mit sich tragen können. Dank USB OTG (on the go) ist das Gleiche auch bei Smartphones und Tablets möglich: Hier fungiert das Mobilgerät anstatt des PCs als Host. So lassen sich diverse Gadgets wie Speicher-Sticks, SD-Kartenleser, Kameras und dergleichen mehr mit OTG-fähigen Smartphones oder Tablets verbinden.

Via USB OTG lassen sich diverse Gadgets wie Speicher-Sticks, SD-Kartenleser, Kameras und dergleichen mehr mit OTG-fähigen Smartphones oder Tablets verbinden.
Via USB OTG lassen sich diverse Gadgets wie Speicher-Sticks, SD-Kartenleser, Kameras und dergleichen mehr mit OTG-fähigen Smartphones oder Tablets verbinden.
Foto: Mila Supinskaya Glashchenko - shutterstock.com

Das Android-Betriebssystem unterstützt den USB-OTG-Standard seit Android 3.1. Um Ihr USB-OTG-fähiges Smartphone mit einem Peripherie-Gerät zu verbinden, muss dieses entweder über einen Micro-USB-Stecker verfügen oder Sie nutzen ein USB-OTG-Adapterkabel. Dieses bietet am einen Ende einen Micro-USB-Stecker, den Sie an Ihrem Smartphone anschließen. Am anderen Ende befindet sich eine USB-Typ-A-Buchse, an der Sie Ihre Peripherie-Geräte anstecken können.

Unterstützt Ihr Smartphone USB OTG? Machen Sie den Test!

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Smartphone mit dem USB-OTG-Standard kompatibel ist, können Sie dies mit der kostenlosen App „ USB Host Diagnostics“, die sich im Google Play Store herunterladen lässt, prüfen. Nach dem Start der App drücken Sie auf „Start diagnostics“. Im Anschluss daran fordert die Anwendung dazu auf, alle USB-Kabel zu entfernen. Das führen Sie aus und bestätigen dann mit „OK“. Nun müssen Sie ein USB-Gerät anschließen – am besten einen USB-Stick, der mit FAT formatiert ist. Ist Ihr Smartphone mit USB OTG ausgestattet, sollte die App den Stick innerhalb von zehn Sekunden erkennen. Tut sie das nicht, drücken Sie danach das Zurück-Symbol. Die Applikation fragt noch einmal nach, ob Sie tatsächlich ein USB-Gerät angeschlossen hatten, und gibt daraufhin das Diagnose-Ergebnis aus. Im Anschluss daran können Sie Ihre Ergebnisse in die Datenbank der Applikation hochladen, die Sie unter USB Host Diagnostics finden.

Ob Ihr Smartphone mit dem USB-OTG-Standard kompatibel ist, können Sie mit der kostenlosen Applikation „USB Host Diagnostics“ herausfinden.
Ob Ihr Smartphone mit dem USB-OTG-Standard kompatibel ist, können Sie mit der kostenlosen Applikation „USB Host Diagnostics“ herausfinden.

Probleme bei USB OTG: Zu geringe Stromlieferung

Die Erkennung einiger Geräte klappt allerdings nicht immer zuverlässig. Während es mit USB-Sticks kaum Schwierigkeiten gibt, streiken externe USB-Festplatten am Tablet oft. Der Grund: Die Platten ziehen mehr Strom, als der Micro-USB-Anschluss liefert. Abhilfe schafft hier beispielsweise ein dazwischen geschalteter USB-Winkeladapter. Hier hat Anbieter Adaptare mit dem OTG-Winkeladapter ein passendes Produkt in petto: Über die zusätzliche Micro-USB-Buchse können Sie ein Ladegerät anschließen, das für die nötige Stromzufuhr sorgt. Das bedeutet dann jedoch auch das Ende der Mobilität. Schließlich gibt es unterwegs nur selten Steckdosen für den Stromanschluss. Neben der geringen Stromversorgung fehlt es bei USB OTG auch an einer umfangreichen Treiberunterstützung, weshalb in der Folge viele Geräte, etwa Handys oder Drucker, in der Regel nicht erkannt werden.

Mithilfe eines speziellen Winkeladapters können Sie Ihr Smartphone mit Strom versorgen und gleichzeitig ein Perpipheriegerät anstecken.
Mithilfe eines speziellen Winkeladapters können Sie Ihr Smartphone mit Strom versorgen und gleichzeitig ein Perpipheriegerät anstecken.

Die besten USB-OTG-Einsatzszenarien

Mit dem USB-OTG-Standard erweitern Sie Ihr Smartphone um viele praktische neue Funktionen. So haben Sie die Möglichkeit, Ihr Mobilgerät in einen vollwertigen PC-Ersatz zu verwandeln. Mithilfe eines USB-OTG-Adapterkabels lassen sich beispielsweise gängige Computermäuse oder Tastaturen mit Ihrem Mobilgerät verbinden und nutzen. Dies ist vor allem praktisch, wenn Sie längere Text schreiben oder andere Arbeiten erledigen wollen. Aber auch in puncto Speichererweiterung, Datentransfer und im Multimedia-Bereich eröffnet USB OTG viele Möglichkeiten. PC-WELT stellt nachfolgend die besten Einsatzszenarien und passende Produkte vor.

Mit einem USB-OTG-Adapterkabel lassen sich Peripheriegeräte wie Festplatten, USB-Sticks und dergleichen mit Ihrem Smartphone verbinden.
Mit einem USB-OTG-Adapterkabel lassen sich Peripheriegeräte wie Festplatten, USB-Sticks und dergleichen mit Ihrem Smartphone verbinden.

Speichererweiterung und Datentransfer dank USB OTG

Nur wenige Smartphones und Tablets besitzen mehr als 16 GB internen Speicher. Davon nehmen das Android-Betriebssystem und installierte Apps schon einen Großteil in Anspruch, so dass für Musik, Filme und andere Inhalte nur noch wenig Platz zur Verfügung steht. Da viele Hersteller auf einen Slot für SD-Karten verzichten, sind spezialisierte USB-Sticks oder USB-Festplatten der Ausweg bei Speichermangel. Ist der Stick am Android-Smartphone und -Tablet eingesteckt, haben Sie via Dateimanager Zugriff auf die Inhalte und können beispielsweise Videos und Musikdateien in einem Player öffnen. Dank USB OTG ist Ihr Smartphone in der Lage, Daten von den externen Speicherlösungen zu lesen oder sie zu speichern.

Das kommt Ihnen auch beim Datentransfer zugute: So müssen Sie nicht erst Daten wie Fotos, Videos oder Ihre Musiksammlung umständlich vom Mobilgerät auf den PC und dann anschließend auf einen USB-Stick oder externe Festplatte laden. Auch der Weg über die Cloud ist nicht nötig. Vielmehr ist es nun möglich, Speichermedien direkt an den Micro-USB-Anschluss Ihres Smartphones anzuschließen und anschließend die gewünschten Dateien in die eine oder andere Richtung zu übertragen.

Wenn der interne Speicher Ihres Smartphones knapp wird, können Sie Ihre Daten auf das Sandisk Ultra USB Typ-C Flash-Laufwerk auslagern.
Wenn der interne Speicher Ihres Smartphones knapp wird, können Sie Ihre Daten auf das Sandisk Ultra USB Typ-C Flash-Laufwerk auslagern.

Als Beispiel für eine externe Speicherlösung sei das Sandisk Ultra USB Type-C Flash-Laufwerk genannt. Es lässt sich mit allen Smartphones verwenden, die USB-OTG-fähig sind sowie über eine Micro-USB-Typ-C-Buchse verfügen. Das Gadget gibt es mit Kapazitäten von 16, 32, 64 und 128 GB zur Auswahl. Der Preis variiert dabei je nach Ausführung zwischen etwa 12 und 45 Euro. Die Lesegeschwindigkeit gibt der Hersteller mit bis zu 150 MB/s an. Für die Datenübertragung und -verwaltung bietet Sandisk die kostenlose „ Memory Zone App“, die Sie über den Google Play Store herunterladen können.

Die externe Festplatte Freecom Tablet Mini SSD bietet bis zu 128 GB extra Speicherplatz für Ihre Fotos, Videos oder Ihre Musiksammlung.
Die externe Festplatte Freecom Tablet Mini SSD bietet bis zu 128 GB extra Speicherplatz für Ihre Fotos, Videos oder Ihre Musiksammlung.

Auch mit der Freecom Tablet Mini SSD 128 GB erweitern Sie den Speicher Ihres Smartphones oder Tablets, wie der Name schon verrät, um 128 GB. Sie verbinden das kompakte Laufwerk einfach per USB-OTG mit Ihrem Mobilgerät und haben dann per Dateimanager-App Zugriff auf den Speicherplatz. Besonders praktisch ist die Lösung der Anschlüsse: Hier bietet die SSD gleich zwei integrierte Kabel mit Stecker – eines für Micro-USB, eines für USB 3.0. Sie können also Ihre Musiksammlung per USB vom PC auf die SSD laden und dann bequem vom Smartphone aus darauf zugreifen. Im Lieferumfang inbegriffen ist die Backup-Software Nero Back It Up. Das Gadget schlägt mit etwa 100 Euro zu Buche.

Um Daten vom Smartphone auf eine SD-Speicherkarte zu übertragen oder umgekehrt, bietet sich der Hama USB-3.1-Kartenleserfür etwa 18 Euro an. Mit einem Schieberegler können Sie entweder den USB-3.1-Typ-C-Stecker oder den USB-3.0-A-Stecker ausfahren. So lässt sich das Gadget direkt an Ihr Smartphone oder Ihren PC anschließen. Des Weiteren sind ein Slot für Micro-SD-als auch für SD-Speicherkarten mit an Bord. Laut Hersteller unterstützt der Kartenleser eine Datenübertragung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5 GB/s.

Alternative Adapterkabel

Da Smartphones lediglich über einen Micro-USB-Anschluss verfügen, stoßen Sie beim Anschließen von Peripherie-Geräten schnell an dessen Grenze – beispielsweise, wenn Sie gleichzeitig ein Gadget nutzen und Ihr Smartphone laden wollen. Diesem Problem können Sie ganz einfach auf den Leib rücken: So gibt es im Handel eine Vielzahl an Adapterkabel-Variationen zu kaufen, die nicht nur einen, sondern gleich mehrere Steckplätze zur Verfügung stellen. Das Adaptare 40238 OTG-Kabel für etwa 8 Euro bietet beispielsweise drei USB-A-sowie eine Micro-USB-Buchse. Der Adapter ermöglicht es Ihnen so, parallel insgesamt drei Peripheriegerät an Ihr Smartphone anzuschließen und dieses zeitgleich noch mit Strom zu versorgen.

Für den unkomplizierten Datentransfer zwischen Ihrem OTG-fähigen Android-Gerät und Ihrem PC hat Hersteller Sandisk das praktische Ultra Dual USB-Laufwerk 3.0 auf Lager. Der handliche USB-Stick verfügt über zwei Anschlüsse: Auf der einen Seite wartet er mit einem Micro-USB-Anschluss und auf der anderen Seite mit einem USB-3.0-Anschluss auf. Dieser ermöglicht eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 150 MB/s von dem Speicher-Gadget auf Ihren PC mit USB-3.0-Anschluss.

In puncto Speicherkapazität können Sie zwischen einer 32-, einer 64-sowie einer 128-GB-Variante wählen. Die zu transferierenden Daten übertragen Sie zuerst vom Smartphone auf den Transfer-Stick und anschließend auf Ihren PC. Der Preis variiert zwischen etwa 12 und knapp 90 Euro, je nach Ausführung.

Mit dem Hama USB-3.1-Kartenleser lassen sich ganz einfach Fotos von SD-Speicherkarten auf Ihr Mobilgerät transferieren oder umgekehrt.
Mit dem Hama USB-3.1-Kartenleser lassen sich ganz einfach Fotos von SD-Speicherkarten auf Ihr Mobilgerät transferieren oder umgekehrt.

Natürlich können Sie jeden herkömmlichen USB-Stick oder eine USB-Festplatte mit USB-A-Stecker verwenden. Hierfür benötigen Sie lediglich ein USB-OTG-Adapterkabel, das zwei bis fünf Euro kostet. Schließen Sie dieses an Ihr Smartphone an und stecken Sie den USB-Stick in den USB-A-Anschluss am Kabel. Anschließend können Sie Ihre Daten vom Smartphone auf das Speichergadget ziehen oder umgekehrt.

Multimedia und USB OTG: Audio, Video und Fotografie

Auch im Bereich Multimedia erweist USB OTG dem Nutzer einen guten Dienst: So ermöglicht der USB-Standard es Ihnen, am Mobilgerät fernzusehen, Ihre Smartphone-Kamera um praktische Funktionen zu erweitern und noch vieles mehr.

Die In-Ear-Kopfhörer JBL Reflect Aware C Earphones stecken Sie in die Micro-USB-C-Buchse Ihres Smartphones ein.
Die In-Ear-Kopfhörer JBL Reflect Aware C Earphones stecken Sie in die Micro-USB-C-Buchse Ihres Smartphones ein.

Audio: Nach Apple verzichtet nun auch HTC bei seinem neuen Gerät HTC U Ultra auf eine Klinkenbuchse zum Anschließen von Kopfhörern. Stattdessen wird der Kopfhörer über die Micro-USB-Buchse mit dem Smartphone verbunden. Im Lieferumfang des HTC U Ultra sind die JBL Reflect Aware C Earphones enthalten, die normalerweise im Handel für etwa 190 Euro erhältlich sind. Der Kopfhörer verfügt am Kabelende über einen Micro-USB-Typ-C-Stecker und lässt sich mit allen Smartphones verbinden, die über den nötigen Steckplatz verfügen und außerdem USB OTG unterstützen.

Mit dem Terratec Cinergy T2 Stick Micro können Sie auf Ihrem Mobilgerät fernsehen, ohne Ihr mobiles Datenvolumen anzutasten.
Mit dem Terratec Cinergy T2 Stick Micro können Sie auf Ihrem Mobilgerät fernsehen, ohne Ihr mobiles Datenvolumen anzutasten.

Video: Mit einem mobilen DVB-T2-HD-Empfänger für Smartphones oder Tablets, etwa dem Terratec Cinergy T2 Stick Micro, können Sie immer und überall in HD-Qualität fernsehen. Egal, ob mit Freunden im Park oder alleine im stillen Kämmerlein. Doch wozu sollte man sich eigentlich einen 50 Euro teuren DBV-T2-HD-Receiver für’s Smartphone oder Tablet besorgen, wenn die meisten Fernsehsender ihr Programm als Livestream oder in der hauseigenen Mediathek anbieten?

Ganz einfach: Weil Streaming auf Kosten Ihres Datenvolumens geht, sofern Sie mit Ihrem Mobilgerät nicht im WLAN hängen. Verwenden Sie dagegen einen DVB-T-Empfänger, bleibt Ihr monatliches Kontingent unangetastet, und Sie können die Sendungen zudem aufzeichnen oder zeitversetzt ansehen, vorausgesetzt, Ihr Smartphone bietet den dafür nötigen Speicherplatz. Der kleine TV-Empfänger wird an die Micro-USB-Buchse Ihres Smartphones oder Tablets gesteckt. Diese muss natürlich USB-OTG unterstützen. Ist Ihr Smartphone oder Tablet kompatibel zu einem DVB-T-Stick, benötigen Sie nur noch die dazugehörige App für den mobilen TV-Genuss.

Die 360-Grad-Kamera Insta360 Air kommt mit zwei Fischauge-Objektiven und wird am Micro-USB-C-Anschluss des Mobilgeräts aufgesteckt.
Die 360-Grad-Kamera Insta360 Air kommt mit zwei Fischauge-Objektiven und wird am Micro-USB-C-Anschluss des Mobilgeräts aufgesteckt.

Foto: Mit der rund 150 Euro teuren Insta360 Airmachen Sie mit dem Smartphone im Handumdrehen 360-Grad-Panorama-Aufnahmen. Die handliche Kamera kommt dabei an den USB-Anschluss des Mobilgeräts, wobei hier Micro-USB und USB-C unterstützt werden. Sie nimmt Fotos mit 3008 x 1504 Bildpunkten und Videos mit 2560 x 1280 Pixeln und einer Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde auf. Für den 360-Grad-Effekt ist die Insta360 mit zwei Fischauge-Objektiven ausgestattet, die einen Bildwinkel von jeweils 210 Grad aufzeichnen und eine Blende von f2.4 einsetzen.

Zum Steuern der Kamera benötigen Sie die kostenlose App „Insta360 Air“. Sie ist in drei Bereiche unterteilt: die Kamerasteuerung, das Album mit bereits erstellten Aufnahmen und die Einstellungen, in denen Sie beispielsweise die Qualität für den Export auf soziale Netzwerke anpassen. Zudem stehen verschiedene Wiedergabemöglichkeiten, eine VR-Option, ein HDR-Modus und verschiedene Filter zur Auswahl, mit denen Sie Ihre Aufnahmen direkt in der App bearbeiten können.

Ob Ihr Haus oder Ihre Wohnung unzureichend isoliert ist, finden Sie mithilfe der Wärmebildkamera Flir One ganz einfach heraus.
Ob Ihr Haus oder Ihre Wohnung unzureichend isoliert ist, finden Sie mithilfe der Wärmebildkamera Flir One ganz einfach heraus.

Auch die Wärmebildkamera Flir One schließen Sie am Micro-USB-Port Ihres Smartphones an. Mit ihrer Hilfe spüren Sie Wärmeverlust am Haus, verborgene Heizungsrohre und verschwundene Haustiere auf. Die Kamera zeigt auf dem Smartphone-Bildschirm Temperaturunterschiede auf Oberflächen und konkrete Oberflächentemperaturen an. Im Kameraaufsatz befinden sich zwei Kameralinsen, denn neben der eigentlichen Wärmebildkamera mit dem Infrarotsensor verbaut Flir noch eine zweite Digitalkamera.

Durch die Kombination aus diesen beiden Kameras kann der Betrachter leichter Details erkennen als es bei einer reinen Wärmebildkamera der Fall wäre. Denn dank der Daten der zweiten Kamera zeigt das Wärmebild gut erkennbar die Konturen der fotografierten Objekte an. Die Auflösung beträgt 160 x 120 Pixel. Neben Fotos können Sie auch Videos, Panoramaaufnahmen und Zeitrafferaufnahmen aufzeichnen. Ein Timer für zeitverzögerte Aufnahmen mit bis zu zehn Sekunden Verzögerung steht ebenfalls zur Verfügung. Bilder speichert die Flir One als JPGs, Videos im Format MOV.

Zur Bedienung und Auswertung der Aufnahmen stellt Ihnen Flir die kostenlose „ Flir One App“ zur Seite. Die Flir One ist kein billiger Spaß, 279,90 Euro müssen Sie für die Wärmebildkamera ausgeben. Für die Nutzung ist eine USB-OTG-Unterstützung Voraussetzung. Außerdem muss Ihr Mobilgerät mindestens mit Android 4.4.2 ausgestattet sein.

Endoskop-Kameras leisten nicht nur in der Medizin sehr praktische Dienste. Das Modell von Kkmoon lässt sich über ein USB-OTG-Adapterkabel mit dem Smartphone verbinden.
Endoskop-Kameras leisten nicht nur in der Medizin sehr praktische Dienste. Das Modell von Kkmoon lässt sich über ein USB-OTG-Adapterkabel mit dem Smartphone verbinden.

Wer war nicht schon mal in der Verlegenheit, einen Blick hinter eine Wand, in eine unzugängliche Ecke oder auch in ein potenziell verstopftes Rohr werfen zu müssen? Mit einer Endoskop-Kamera und Ihrem Smartphone-Display wird das zum Kinderspiel. Endoskope nennt man die Kameras mit einem langen, beweglichen Schwanenhals oder auch nur einem Kabel, an dem ein sehr schlanker Bildsensor sitzt. Als Hightech-Ausführung finden sie in der Medizin Verwendung, aber es gibt auch sehr günstige USB-Lösungen, die durchaus passable Bilder liefern.

Die wasserfeste USB-Endoskop-Kamera von Kkmoon etwa kostet nur etwa 30 Euro und wird mithilfe eines USB-Adapterkabels an das Smartphone angeschlossen. Ein dimmbarer LED-Ring um den sehr dünnen Kopf sorgt für ausreichend Licht im Dunkel. Es existiert eine Reihe von Apps wie die „CameraFi – USB Camera / Webcam“, die USB-Kameras am Smartphone ansprechen können.

Welche mit dem jeweiligen Handy-und Kamera-Modell funktionieren, muss man gegebenenfalls ausprobieren. Grund dafür ist einfach die nicht immer exakt gleiche Ansprache des USB-Ports durch das Betriebssystem und mitunter auch die variierende Stromstärke an eben diesem Anschluss. Eventuell müssen Sie auch hier einen USB-Winkeladapter zwischenschalten und eine kleine Powerbank als zusätzliche Stromquelle verwenden, weil das Smartphone alleine nicht genug Strom liefert.

In diesem Zusammenhang nicht zu unterschätzen ist übrigens die Länge des Kamera-Kabels. Die Kkmoon gibt es in Ausführungen bis zu zehn Meter, was einen entsprechend höheren Leitungswiderstand im Vergleich zu der von uns verwendeten 2-Meter-Variante mit sich bringt. Je nach Länge variiert natürlich auch der Preis. (PC-Welt)