Künstliche Intelligenz, Advanced Analytics, Cloud Computing und neue Storage-Technologien helfen Unternehmen bei der Problemlösung, Entscheidungsfindung und Skalierung. Erfahren Sie hier, wie Sie mit moderner, effizienter IT-Infrastruktur im Zeitalter der Daten erfolgreich sein können.

Intel vPro Plattform

So minimieren Sie Stillstände im Smart Manufacturing

28.09.2020
Die Aufrechterhaltung der Produktivität bildet in der Fertigung den zentralen Fokus. Dafür sind zuverlässige und stabile Computersysteme notwendig. Die Intel vPro Plattform sorgt mit Bausteinen für Remote-Administration dafür, dass Stillstandzeiten minimiert werden.
In Fertigungsumgebungen sollten Stillstandzeiten möglichst gering gehalten werden.
In Fertigungsumgebungen sollten Stillstandzeiten möglichst gering gehalten werden.
Foto: Intel

Ausfälle von IT-Systemen sind in Unternehmen und jeder Branche eine Katastrophe. Besonders schwerwiegende Folgen haben IT-bedingte Ausfälle aber in der Fertigung. In einem hart umkämpften Umfeld kann ein Stillstand unternehmenskritischer Computersysteme sehr kostspielig sein und die gesamte Produktion beeinträchtigen.

Eine einfache Beispielrechnung verdeutlicht die möglichen finanziellen Einbußen: Produziert ein Unternehmen 1.000 Stück eines Produkts pro Stunde bei einem Gewinn von 20 Euro pro Stück, kostet diesem Unternehmen eine Stunde Stillstandszeit aufgrund der entgangenen Einnahmen 20.000 Euro - zumindest oberflächlich betrachtet.

Die tatsächlichen Kosten für Systemausfälle sind jedoch viel höher. Sie umfassen laut einem Bericht von Industry of Things auch die Ressourcen, die zur Beseitigung des Problems erforderlich sind. Dazu zählen der Produktionsausfall selbst, Fixposten wie Lohnkosten und Kosten für Betriebsmittel, Ersatzteile und Instandhaltung - aber auch entgangene Geschäftsgelegenheiten und Beschädigung des Kundenvertrauens.

Wer die wahren Kosten von Ausfallzeiten erst einmal kennt, dürfte also stark motiviert sein, Ausfälle unter allen Umständen zu verhindern.

Reparaturen - vor Ort oder remote?

In der Fertigungsindustrie treten Systemausfälle typischerweise in zwei Situationen auf. Bei der ersten können die Administratoren für Reparaturmaßnahmen noch physisch auf die Systeme zugreifen. Das Betriebssystem an der Maschine oder am Industrie-PC (IPC) muss dazu zum Zeitpunkt des Ausfalls oder der Wartung noch betriebsbereit sein. Dies bezeichnet man als In-Band-Management.

Im Gegensatz dazu braucht beim Out-of-Band-Management das Betriebssystem an der Maschine oder am IPC zum Zeitpunkt des Ausfalls oder der Wartung nicht betriebsbereit sein. Mit Out-of-Band-Management müssen ausgefallene Geräte also aus der Entfernung repariert werden. Ebenso müssen manchmal auch abgeschaltete Geräte remote gemanagt werden.

In den meisten Fällen ist In-Band-Management eine akzeptable Praxis. Doch in vielen Situationen ist dies nicht möglich. Saubere und staubfreie Einrichtungen, weit entfernte und schwer erreichbare Geräte, große Fertigungsanlagen und Geräte in rauen Umgebungen können nicht direkt vor Ort gewartet werden. Dazu zählen insbesondere Umgebungen wie Umspannwerke, Onshore- und Offshore-Öl- und Gasbohranlagen, oder auch Windpark-, Bergbau- und andere abgelegene Einrichtungen.

Fernzugriff mit Intel vPro AMT

Die Intel vPro Technologie kann einen entscheidenden Beitrag zur Produktionssicherheit solcher Umgebungen liefern. Als Teil der Intel vPro Plattform arbeitet die Intel Active Management Technology (ATM) unabhängig vom Betriebssystem und kann mit ihren Hardware-basierten Fernverwaltungsfunktionen Out-of-Band-Remote-Verwaltung und -Reparaturen durchführen.

Die Intel vPro Komponente AMT mit ihren Remote-Funktionen verringert den Aufwand für Wartung und Reparatur von Industrie-PCs.
Die Intel vPro Komponente AMT mit ihren Remote-Funktionen verringert den Aufwand für Wartung und Reparatur von Industrie-PCs.
Foto: Intel

Mit einer Intel AMT-Maschine ist der Fernzugriff auch dann möglich, wenn das Betriebssystem nicht funktionsfähig ist. Sobald das Gerät bereitgestellt und an die Netzwerkinfrastruktur der Fabrik angeschlossen ist, können Administratoren die Hardware-Tastatur, Video, Maus, die Leistungssteuerung und die IDE- oder USB-Umleitungsfunktionen nutzen, um von einem Kontrollzentrum aus an den Problemen zu arbeiten.

Auf diese Weise lässt sich mit Intel AMT eine breite Palette an Wartungsarbeiten remote durchführen. Administratoren sind in der Lage, das Hoch- und Herunterfahren des Systems zu planen, um Reparaturen durchzuführen oder Patches zu implementieren. Ebenso können sie einen defekten Rechner und ein fehlerhaftes Betriebssystem ohne Entsendung eines Technikers wiederherstellen. Bei Verdacht auf Sicherheitsprobleme oder Manipulationen lassen sich betroffene Geräte auch aus dem restlichen Netzwerk fernsteuern und unter Quarantäne stellen, während Untersuchungen durchgeführt werden.

Fallbeispiel: AMT in der Fertigung

Aktuell wird mit dem Trend zur intelligenten Fabrik die in der Industrie übliche speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) immer mehr durch leistungsfähigere Windows-basierte Industrie-PCs ersetzt. Diese Rechner verbessern die Steuerung der Maschinen und erhöhen die Effizienz der Datenerfassung. Allerdings treten in Industrie-PCs häufiger Software-Fehler auf als in SPSs, und einige dieser Fehler erfordern Zeit und Ressourcen, um sie manuell vor Ort zu beheben.

Obwohl viele dieser Software-Fehler durch einen einfachen Neustart der Systeme behoben werden können, kann es bei älteren Geräten mit CPUs ohne vPro Technologie erforderlich sein, dass ein Techniker zu Fuß zur Fabrikhalle gehen und den Fehler vor Ort beheben muss. Diese Art von Dienstleistungen ist besonders zeit- und kostenaufwendig, da viele Fabriken in ländlichen und abgelegenen Gebieten liegen, die Stunden von der Zentrale entfernt sind.

Laut einer Forrester-Studie reduziert der Einsatz der vPro Technologie die Wartungskosten deutlich.
Laut einer Forrester-Studie reduziert der Einsatz der vPro Technologie die Wartungskosten deutlich.
Foto: Intel

Um dieser Herausforderung zu begegnen, empfahlen Intel-Ingenieure in einem konkreten Anwendungsfall nach einer gründlichen Analyse dem Kunden, in den Werkshallen eine AMT-basierte Remote-IPC-Management-Lösung einzusetzen. Diese ermöglichte es den Administratoren, die IPCs der Fabrik per Fernzugriff zu verwalten und sie zu warten - einschließlich der Durchführung von Aufgaben wie Diagnosen, Reparaturen, Upgrades und geplanten Abschaltungen. Letztendlich half die Intel vPro Plattform dem Unternehmen, die Ausfallzeiten in seiner Fabrik erheblich zu reduzieren und die Effizienz zu steigern - wodurch sich auch die Kosten reduzierten.