Karriere auf der Gamescom 2018

So kommen Arbeitgeber zum Hightech-Nachwuchs

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Wohl auf keiner Veranstaltung europaweit trifft man so viele technologieinteressierte junge Leute wie auf der Spielemesse gamescom vom 21. bis 25. August in Köln. Grund genug also für alle Firmen, die IT-Nachwuchs suchen, sich im Messe-Karrierezentrum als cooler und attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.
Auf der Gamescom bietet sich Unternehmen die Gelegenheit, vor allem die jüngere Zielgruppe direkt anzusprechen.
Auf der Gamescom bietet sich Unternehmen die Gelegenheit, vor allem die jüngere Zielgruppe direkt anzusprechen.

Die IT-Branche klagt über fehlenden Nachwuchs, auch darüber, dass es schwierig sei, die Yer, also die Digital Natives, erst recht die Fachfolgegeneration, die Zler, also die nach 1993 Geborenen zu erreichen. Nun bietet sich all diesen Firmen wieder eine gute Gelegenheit, junge, technologieinteressierten Menschen hautnah kennenzulernen. Denn zur diesjährigen größten Spielemesse können sich erneut auch Unternehmen aus anderen Branchen, also nicht ausschließlich aus der Computer- und Videospieleindustrie, bei jobs & karriere präsentieren und ihre vakanten Stellen sowie Karrieremöglichkeiten im IT-Bereich vorstellen.

Der IDG-Verlag, der mit der Medienmarke COMPUTERWOCHE über 20 Jahren das Karrierezentrum auf der Cebit ausrichtete, wirft seine geballte Kompetenz und Erfahrung in die Waagschale, um Arbeitgeber und Bewerber im August in Köln zusammenzubringen. Zugesagt haben unter anderem Firmen wie msg, Easy.de, dmc, Capgemini, BTC, Rehau, der Bundesverfassungsschutz und Daimler.

Ein Personaler des Automobilbauers, der auch voriges Jahr dabei war, begründet, warum er wieder kommt: "Hier finden wir genau unsere junge Zielgruppe, wir haben nämlich Angebote für künftige Azubis, für Abiturienten, Absolventen, Einsteiger." Er wundere sich, dass so wenig große Unternehmen dieses Angebot wahrnehmen. Mehr junge Leute, die idealerweise noch technikaffin sind - im Alter zwischen 15 und 25 - fände man sonst nirgends. Eine CEBIT in Hannover oder die IFA in Berlin locke bei Weitem nicht so viele junge Menschen an.

Die Köln-Messe spricht vom "weltweit größten Event für interaktive Unterhaltung", das im vorigen Jahr von rund 350.000 Gästen besucht wurde; und auf 190.000 Quadratmetern präsentierten sich über 900 Aussteller und Gäste aus über 100 Ländern. Auf Erfahrung wissen die Organisatoren, dass die Besucher natürlich zunächst am Thema der Messe interessiert seien, dass sich aber auch viele Jugendliche - Durchschnitt zwischen 20 und 24 Jahren - über künftige berufliche Optionen informieren wollen. Die Veranstalter empfehlen den Arbeitgebern, die auf der Messe etwas für ihr Image als attraktive Firma tun wollen und junge Leute suchen, sich gut vorzubereiten, denn "das Recruiting auf der gamescom funktioniert fundamental anders als auf klassischen Karrieremessen". Man habe es mit einer Gruppe von "hochmotivierten Leuten zu tun, die großen Spaß an der Technik haben."

Recruiting-Experten, die Erfahrung mit dieser Zielgruppe haben, empfehlen den Firmen auch, sich Marketing-Aktivitäten zu überlegen, um bei den jungen Menschen positiv aufzufallen - zum Beispiel einen Bewerbungsunterlagen-Check anzubieten oder einen Tag lang den Chefentwickler an den Stand zu holen, damit die Zuhörer aus erster Hand erfahren, wie der Berufsalltag aussieht. Schließlich nennen Personaler, die schon auf der Messe dabei waren, noch ein weiteres schlagkräftiges Argument, warum sich für Arbeitgeber die Präsenz in Köln auszahlt: ""Die Gamer von heute sind die IT-Führungskräfte von morgen. Das macht die gamescom zum idealen Recruiting-Standort, egal ob für Games- oder IT-Unternehmen."

Weitere Informationen und Anmeldungen sind erhältlich bei Sebastian Woerle, zu erreichen unter swoerle@idg.de.