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SMIC bleibt in den roten Zahlen

07.02.2006
Die starke Abhängigkeit vom niedrigmargigen DRAM-Geschäft machte der chinesischen Chip-Foundry erneut einen Strich durch die (Ergebnis-)Rechnung.

Nach eigenen Angaben verbuchte Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) im Schlussquartal 2005 einen Nettoverlust von 14,8 Millionen Dollar. Der größte chinesische Chipproduzent weitete damit den Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel aus. Im vorangegangenen dritten Quartal war allerdings noch ein Minus von 26,1 Millionen Dollar angefallen. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 333,1 Millionen Dollar zu.

Für den angefallenen Nettoverlust macht das SMIC-Management in erster Linie die DRAM-Produktion verantwortlich. Die Speicherchips steuerten knapp ein Drittel zu den Gesamteinnahmen bei, wiesen jedoch eine deutlich niedrigere Rendite auf als andere Halbleiterprodukte der Chinesen.

Obwohl das letzte profitable Quartal bereits mehr als ein Jahr zurück liegt, ist Konzernchef Richard Chang zuversichtlich, 2006 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Mit einem verbesserten Produktmix könne SMIC bereits bei einer Auslastung von 80 Prozent den Break-even erreichen, erklärte Chang während einer Telefonkonferenz. Im Schlussquartal 2005 hatte die Auslastung 93 Prozent betragen. (mb)