Notfallplan für iPhone und Co.

Smartphones an die Leine

05.04.2012
Von 
Bernd Reder ist freier Journalist mit den Schwerpunkten Netzwerke, IT und Telekommunikation in München.

Sicherheitsfunktionen des Smartphone nutzen

Laut einer Studie von Unisys und IDC vom Juni 2010 setzt mehr als die Hälfte aller Beschäftigten weltweit private mobile Geräte wie Notebooks, Handys und Smartphones auch für geschäftliche Zwecke ein.
Laut einer Studie von Unisys und IDC vom Juni 2010 setzt mehr als die Hälfte aller Beschäftigten weltweit private mobile Geräte wie Notebooks, Handys und Smartphones auch für geschäftliche Zwecke ein.
Foto: Unisys / IDC

Etliche Hersteller von Mobiltelefonen bieten für Geräte der gehobenen Leistungs- und Preiskategorie erweiterte Sicherheitsfunktionen an. Samsung beispielsweise offeriert für Geräte unter dem hauseigenen Betriebssystem Bada und Android die kostenlose "uTrack"-Funktion. Sie sendet eine SMS-Nachricht an eine Telefonnummer, die der Nutzer zuvor festgelegt hat. Wird die SIM-Karte des Mobiltelefons ausgetauscht, übermittelt uTrack per SMS die Mobiltelefonnummer und weitere persönliche Daten, die auf der Karte des neuen Besitzers abgelegt sind.

Bei Modellen mit dem Betriebssystem Android stehen zudem Funktionen für das Fernorten und -sperren sowie für "Remote Wipe" (Löschen) zur Verfügung. Das Fernlöschen erfolgt über den Google-Service "Google Remote Wipe", das Orten und Sperren des Geräts über den Online-Dienst "Samsung Dive". Ein vergleichbares Verfahren bieten Motorola mit "Motoblur" und HTC mit "HTC Sense" an, ebenfalls für Android-Smartphones.

Das Problem bei diesem Ansatz: Zum einen dürfte ein professioneller Dieb kaum seine eigene SIM-Karte in ein gestohlenes Gerät einsetzen. Den Übeltäter zu identifizieren, wird daher nicht klappen. Zudem kann es laut Google bis zu drei Stunden dauern, bis das Fernlöschen tatsächlich erfolgt. Dies ist dann der Fall, wenn ein Mobiltelefon keine Verbindung zum Netz und damit zum Google-Server hat. Das lässt einem Angreifer genügend Zeit, um Daten von dem Gerät zu kopieren.

Zudem gibt es zumindest bei Android-Gadgets keine einheitliche Linie: HTC ermöglicht beispielsweise das Remote Wipe des gesamten Geräts, inklusive der Speicherkarte. Bei Motoblur bleiben die Daten auf einer SD-Karte dagegen erhalten.