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Mobile Commerce

Smartphone löst wenig Begeisterung aus

05.08.2010
Von Hartmut  Wiehr
Die Mehrheit der Handy-Besitzer kann sich für Mobile Shopping nicht erwärmen. Personalisierte Online-Angebote sollen den Usern das Einkaufen per Smartphone jetzt schmackhaft machen.
David Johansson von Avail Intelligence sieht das mobile Shopping allmählich anwachsen.
David Johansson von Avail Intelligence sieht das mobile Shopping allmählich anwachsen.

Eine Studie des schwedischen Software-Anbieters Avail Intelligence verzeichnet für Deutschland eine allmähliche Zunahme des Einkaufens mit dem Mobile- oder Smartphone. Diese Entwicklung beim "mobile Shopping" befindet sich im Einklang mit den Umfrageergebnissen in anderen europäischen Ländern und in den USA, berichtet David Johansson, Marketing-Manager bei Avail, im Gespräch mit CIO.de. Avail beschäftigt sich primär mit der Optimierung des Einkaufsverhaltens im Internet, auch "Behavioral Merchandising" genannt.

17 Prozent der Befragten in Deutschland kaufen demnach bereits von ihrem Smartphone aus ein. Die Produkte, die sie online über das Handy bestellen, reichen von Entertainment-Angeboten wie Musik, Bücher, Videos (53 Prozent), über Elektronikartikel (24 Prozent) bis hin zur Bestellung von Tickets für Bahn, Flug und Konzerte (23 Prozent). Nur Mode und Bekleidung hat laut Avail keiner der Befragten angegeben.

83 Prozent, also die große Mehrheit der Befragten, tätigen allerdings gar keine Einkäufe mit ihrem Mobiltelefon. Als Grund dafür geben 41 Prozent an, dass ihnen der Vorgang zu kompliziert und aufwendig sei. 30 Prozent hätten kein webfähiges Mobiltelefon, mit dem sie online shoppen könnten. Weitere 17 Prozent bevorzugen es, ihre Einkäufe direkt im Geschäft zu erledigen, während die restlichen zwölf Prozent den Zahlungsmöglichkeiten über das Mobiltelefon nicht trauen.

Ein anderer Kritikpunkt betrifft die Unübersichtlichkeit der Inhalte der Webshops, die auf dem kleinem Handy-Display kaum lesbar seien (42 Prozent).