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Skype drängt in den Unternehmensmarkt

25.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Ebay-Tochter Skype Technologies SA steigt heute mit "Skype Groups" in den Markt für Firmenkunden ein. Die Anwendung ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, vorab bezahlte Skype-Dienste für ihre Mitarbeiter und Dritte wie Lieferanten oder Kunden zentral zu verwalten. Ein Administrator kann damit einen größeren Skype-Kredit erwerben und via Software-Dashboard auf beliebig viele Endnutzer verteilen, Kredittransfers und Service-Provisioning verwalten sowie Nutzer hinzufügen und entfernen.

Auch der Kauf und die Zuteilung von "Skype-In"-Rufnummern, die von Festnetz- und Mobiltelefonen aus erreichbar sind, sind möglich - allerdings (noch) nicht in Deutschland. Anwender können sich beispielsweise einen Pool mit verschiedenen Ortsvorwahlen anlegen, sodass sie überall zum Ortstarif angerufen werden können. Ein Gruppen-Chat ist ebenfalls integriert. Drei Softwarefirmen, darunter der CRM-Hoster Salesforce.com, arbeiten nach Angaben von Skypes Marketing-Chef Saul Klein bereits daran, Skype Groups in ihre Systeme zu integrieren.

Skype bietet Groups ohne jegliche Vertragsbindung und Grundgebühren an. Das System befindet sich seit rund einem Monat im Beta-Test mit rund 2000 Firmen. Eine Skype-Applikation für größere Unternehmen ist derzeit aber nicht in Planung, sagte Klein gegenüber "Computerwire". (tc)