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SinnerSchrader meldet enttäuschende Jahreszahlen

12.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Hamburger Internet-Dienstleister SinnerSchrader AG hat heute Morgen Zahlen zum Ende August abgeschlossenen Geschäftsjahr 2001/02 veröffentlicht. Das Unternehmen weist einen Nettoverlust von 17,9 Millionen Euro oder 1,55 Euro pro Aktie aus, allerdings entstand der Fehlbetrag vornehmlich durch eine Goodwill-Abschreibung von 14,2 Millionen Euro auf die Übernahme von Netmatic. Das EBITA-Ergebnis beträgt unter anderem belastet durch Restrukturierungskosten minus 4,3 Millionen Euro im Vergleich zu minus 0,6 Millionen Euro im vorigen Geschäftsjahr.

Der Umsatz von SinnerSchrader ging im Jahresvergleich von 17,9 auf aktuell 14,5 Millionen Euro zurück. Das vierte Quartal habe zwar bei den operativen Kennzahlen besser ausgesehen als die zwei vorhergehenden, eine Erholung des Markts für IT- und Internet-Dienstleistungen ist aber aus Sicht des Unternehmens noch nicht in Sicht. Die liquiden Mittel zu Ende des Berichtszeitraums beziffert SinnerSchrader mit 27,5 Millionen Euro; die Eigenkapitalquote betrage 89 Prozent.

Die Geschäftszahlen bezeichnete der Hamburger Dienstleister als enttäuschend. Man sei aber optimistisch, dass die im Verlauf des Jahres eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen auch bei weiter schwierigen Marktbedingungen die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichten. Unter anderem hat SinnerSchrader seine Belegschaft um fast 30 Prozent auf 175 Mitarbeiter reduziert und Auslandstöchter dicht gemacht, um seine Kostenbasis um mehr als 3,5 Millionen Euro jährlich zu reduzieren. Zwecks Ausbau des Vertriebs wurde zu September 2002 ein vierköpfiges Business-Development-Team unter Leitung von Frank Giesler (35) etabliert. (tc)