"Simat C" -in der Verfahrenstechnik

26.11.1976

MÜNCHEN - Um eine C-Version erweiterte Siemens das Automatisierungssystem "Simat", das für die Steuerung verfahrenstechnischer Prozesse eingesetzt wird.

Zentraler Baustein von Simat C ist ein Prozeßrechner 310 mit einer Hauptspeicherkapazität von maximal 64 K 16-Bit-Worten. Daneben gehören Funktionseinheiten zum Überwachen, Regeln, Steuern und Melden zum neuen Siemens-"Automations-Paket".

Beim Einsatz von Sirnat C ist "herkömmliche" Programmierung nicht mehr erforderlich: Die spezifischen Daten zum "Aufbau" eines Systems sowie die Daten für den Dialog zwischen Prozeßrechner und den verschiedenen Steuer- und Regelkreisen werden über ein Datensichtgerät oder einen Blattschreiber eingegeben. Dabei wird Dialog mit dem Rechner ausschließlich in Frage-Antwort-Form geführt. Der Anwender benötigt daher keinerlei Rechner- oder Programmierkenntnisse.

Sollten für ein Automatisierungsprojekt , anlagenspezifisch Sonderfunktionen erforderlich sein, so steht dem Benutzer dafür zusätzlich ein "Sprachhilfsmittel" (Siemens-Jargon) in Form einer speziellen Fortran-Version (Fortran C) zur Verfügung.

Als weitere Simat C-Verzüge nennt Siemens die Kopplungsmöglichkeit der verschiedenen Bausteine sowie die geringe Störanfälligkeit - des Systems; denn selbst bei Ausfall bestimmter Peripheriegeräte(einschließlich de peripheren Speichers )ist Simat C noch funktionsfähig. Das System kann ferner an einen zentralen Computer angeschlossen werden was den Aufbau dezentraler, hierarchischer Rechnernetze ermöglicht.

Simat C ist für einen Kaufpreis ab zirka 100 000 Mark zu haben. sf