Neuer Rechner, neue Drucker und integrierte Software fürs Büro:

Siemens klotzt mit PC-Neuigkeite

03.03.1989

MÜNCHEN (zek) - Einen neuen Rechner, eine neue Druckerfamilie und eine reihe von Softwareprodukten fürs Büro hat die Siemens AG München angekündigt.

Mit dem PCD-3 ergänzt das Unternehmen seine PC-Linie um einen 80386-Rechner mit Slot-CPU-Karte. Im Grundausbau verfügt er über einen Hauptspeicher von 1 oder 4 Megabyte, die auf der Prozessorkarte auf 8 Megabyte erweitert werden können. Die Prozessorkarte hat die Abmessungen einer AT-Karte und belegt einen Steckplatz des AT-Bus. Die Taktfrequenz des Prozessors läßt sich per Software auf 8 oder 20 Megahertz einstellen. Im Grundausbau enthält der PCD-3 wahlweise ein 3?-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 1,44 Megabyte oder ein 5?-Zoll-Laufwerk mit 1,2 Megabyte und eine Festplatte mit 40 Megabyte. Der Rechner soll ab April zum Preis von 12 700 Mark lieferbar sein.

Zur neuen Siemens-Druckerfamilie "Highprint" gehören 24-Nadeldrucker, Tintenstrahldrucker, Laser- und Hochleistungstintendrucker. Die Preise liegen hier zwischen rund 2200 und 5000 Mark für Tintendrucker und zwischen etwa 1200 und 3600 für die 24-Nadler. Der Laserdrucker PT-10 kostet rund 6000 Mark.

Für den internationalen Markt im Hinblick auf den geplanten EG-Binnenmarkt hat Siemens die Bürosoftware "Comfoware" konzipiert. Dabei handelt es sich um eine an Windows orientierte Bürokommunikation auf PC-Basis. Grundlage ist das Hochleistungsnetz Comfonet/S. Es zeichnet sich nach Herstellerangaben durch hohe Geschwindigkeit aus. Als gemeinsame Benutzeroberfläche dient "Comfodesk", über die Windows-, DOS- und Comfo-Applikationen eingebunden und verwaltet werden können. "Comfotext" dient zur Erstellung von Dokumenten, dabei können Text und Grafik kombiniert werden. Zur Kommunikation dient das Modul "Comfotalk". Alle Comfo-Produkte sollen zunächt über den Siemens-Vertriebspartner Software Products International (SPI) europaweit ausgeliefert und unterstützt werden.