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Siemens-Finanzchef: Es kommt noch schlimmer

23.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Elektronikkonzern Siemens bereitet sich offenbar auf harte Zeiten vor. Presseberichten zufolge warnte Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger die Beschäftigten des Münchner Unternehmens in der jüngsten Ausgabe der Mitarbeiter-Zeitschrift "Siemens Welt" vor einem eisernen Sparkurs. Das nächste Geschäftsjahr werde noch härter als das laufende, befürchtete der Topmanager. Er erklärte, Siemens sei mit einer schwächeren Nachfrage in vielen wichtigen Märkten konfrontiert, die Weltwirtschaft stecke in einer tiefen und anhaltenden Rezession. Daher sei es in unserem gemeinsamen Interesse, so Neubürger, nicht länger Geld mit Geschäften zu verlieren, die zu lange keine nennenswerte Rendite gebracht hätten.

Erst am Mittwoch hatte Siemens die düsteren Vermutungen über einen weiteren Stellenabbau innerhalb der defizitären Netzwerksparte ICN bestätigt. Demnach sollen neben den bereits geplanten 16.500 Stellen (Computerwoche online berichtete) weitere 1.300 Jobs dem Rotstift zum Opfer fallen. Insgesamt plant Siemens, bis Ende des laufenden Geschäftsjahres am 30. September fast 35.000 der insgesamt 438.000 Arbeitsplätze abzubauen. (mb)