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Sieben Mobilfunkzwerge bilden paneuropäische Allianz

02.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um im Wettbewerb mit den Branchenriesen Schritt zu halten, haben sich nun sieben kleinere europäische Mobilfunkbetreiber zur "Mobile Alliance" zusammengeschlossen. Zu den Kooperationspartnern zählen derzeit mmO2 mit seinen O2-Landesgesellschaften in Deutschland, Großbritannien und Irland, Amenia aus Spanien, die italienische Wind, One aus Österreich, Pannon aus Ungarn, Telenor Mobil aus Norwegen sowie Sunrise aus der Schweiz. Es ist aber geplant, weitere Mobilfunkanbieter aufzunehmen, um die Allianz in Europa, Amerika und Asien auszuweiten. So haben etwa die niederländische KPN und Bouygues Telecom Interesse bekundet. Der französische Betreiber will jedoch noch abwarten. Auch KPN zögert, unter anderem da das Unternehmen gerne zusammen mit seiner deutschen Tochter E-Plus beitreten würde. Die gegenwärtigen Statuten sehen jedoch vor, dass je Land nur ein Betreiber in den Verbund aufgenommen wird, damit die Mitglieder nicht direkt

miteinander konkurrieren.

Erklärtes Ziel der Verbündeten ist es, den insgesamt über 40 Millionen Kunden über die jeweiligen Landesgrenzen hinweg einheitliche Tarife und Dienste anzubieten. Daneben versprechen sie sich von dem Zusammenschluss Preisvorteile beim Kauf von Handys und mobiler Infrastruktur. Die bislang noch unbenannte Allianz reagiert damit auf ein ähnliche Kooperation zwischen T-Mobile, Telecom Italia Mobile, Telefonica Moviles und Orange (Computerwoche online berichtete). Sie hatten sich verbündet, um wiederum dem Branchenriesen Vodafone Paroli zu bieten. Der britische Mobilfunkbetreiber ist über Tochtergesellschaften in nahezu allen Ländern des alten Kontinents vertreten und kann somit einen länderübergreifenden Service anbieten. (mb)