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Siebel macht 47 Prozent weniger Gewinn

18.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die derzeitige Wirtschaftsflaute sowie die zunehmende Konkurrenz durch SAP, Peoplesoft und Oracle macht Siebel offenbar zu schaffen: Der CRM-Marktführer (Customer-Relationship-Management) verzeichnete in seinem dritten Fiskalquartal einen Gewinnrückgang gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 47 Prozent. Mit seinem Nettoprofit von 35,2 Millionen Dollar oder sieben Cent je Aktie blieb die US-Softwareschmiede zudem um zwei Cent hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Auch der Umsatz sank im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 428,5 Millionen Dollar.

Die Softwarelizenzeinnahmen gingen von 308,8 auf 193,5 Millionen Dollar zurück. Firmenchef Thomas Siebel hatte im Juli noch mit einem Umsatz von rund 286,8 Millionen Dollar (wie im zweiten Fiskalquartal 2001) kalkuliert. Die Einnahmen im Servicegeschäft konnten gegenüber dem dritten Geschäftsquartal 2000 um 25 Prozent auf 235 Millionen Dollar gesteigert werden.

Die Anleger reagierten enttäuscht: Das Siebel-Papier sank am gestrigen Mittwoch um 19,3 Prozent und notierte bei 17,38 Dollar. Im nachbörslichen Handel rutschte die Aktie um weitere 5,4 Prozent auf 16,46 Dollar ab.