CRM-Software

Siebel erweitert Linux-Unterstützung

20.08.2004

MÜNCHEN (CW) - Der CRM-Anbieter Siebel portiert sukzessive alle Architekturkomponenten auf Linux. Anwender können somit sowohl die Server-Software wie auch die Datenbank unter dem quelloffenen Betriebssystem nutzen. Siebels Technikplattform setzt sich aus einem Web-Server, einem eigenen Applikations-Server und einem Datenbanksystem von verschiedenen Drittanbietern zusammen. Im nächsten Jahr sollen alle drei Komponenten neben Windows und Unix-Derivaten auch unter Linux lauffähig sein. Den Anfang macht der Datenbank-Server: Das Release Siebel 7.7 unterstützt nun IBMs Linux-Variante des "DB2 Universal Server". Im nächsten Jahr wird es möglich sein, auch Linux-basierende Web-Server im Siebel-Umfeld zu nutzen. So will der Hersteller seine Web-Server-Plugins beispielsweise auf "Apache 2" portieren. Die Plugins stellen eine Verbindung zwischen dem Browser-Client des Anwenders und Siebels Applikations-Server her. Auch Letzterer kann demnächst mit Linux zusammenarbeiten.

Längerfristig hat Siebel vor, den eigenen Applikations-Server abzulösen. Dessen Funktionen sollen künftig sowohl auf marktgängigen J2EE-Applikations-Servern als auch auf Microsofts .NET-Plattform nutzbar sein. Sowohl mit Microsoft als auch mit IBM hatte der CRM-Spezialist Kooperationen geschlossen. Bisher hat das Unternehmen kein Datum für den Umstieg genannt. (fn)