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Siebel-Aktionäre proben den Aufstand

07.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein verärgerter Siebel-Investor hat nach der Umsatz- und Gewinnwarnung des Business-Softwareanbieters ein Treffen mit anderen Aktionären einberaumt. Presseberichten zufolge will Herbert Denton, President von Providence Capital, am 13. April in New York die Halter von rund einem Drittel der Siebel-Aktien versammeln, um über die Zukunft des Unternehmens zu sprechen.

Auf der Tagesordnung stehen Aspekte wie die Geschäftsstrategie des CRM-Spezialisten, die Zusammensetzung des Boards und die Aktienverteilung. Ein wichtiger Diskussionspunkt ist außerdem die Verwendung der mehr als zwei Milliarden Dollar Bargeld, die Siebel im Laufe der Jahre angehäuft hat.

Eine starke Bilanz sei schön und gut, erklärte Denton. Keinen Penny für den Rückkauf von Aktien auszugeben, sei jedoch inakzeptabel. Mit dem Geld könnte zudem eine Menge getan werden, um den Turnaround des Unternehmens voranzutreiben.

Siebel hatte in der Nacht zum Mittwoch davor gewarnt, dass die Company wegen einer schwachen Nachfrage und Auftragsverschiebungen im ersten Quartal 2005 einen Verlust ausweisen werde. Zudem soll der Umsatz anstelle der zuletzt angepeilten 325 bis 345 Millionen Dollar nur noch zwischen 297 Millionen und 300 Millionen Dollar liegen (Computerwoche.de berichtete). (mb)