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SIA: Chipumsätze zogen im November weiter an

07.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die weltweiten Chipumsätze sind im November 2003 weiter gestiegen: Nach Angaben des Branchenverbands Semiconductor Industry Association (SIA) kletterten die Einnahmen in dem Bereich gegenüber dem Vormonat Oktober um 4,5 Prozent auf 16,13 Milliarden Dollar. Im Jahresvergleich fiel der Umsatz damit sogar um 25,7 Prozent höher aus - in den Monaten Juni und Juli, also zu Beginn des Chip-Booms, hatte die Wachstumsrate jeweils lediglich bei rund zehn Prozent gelegen. Die SIA bezeichnete den November als "einen weiteren außergewöhnlich starken Monat". Dieser habe dazu geführt, dass die Halbleitereinnahmen in den ersten elf Monaten bereits um 17 Prozent höher als in der entsprechenden Vorjahresperiode ausfielen. Der Verband geht nun davon aus, dass der Branchenumsatz im Gesamtjahr 2003 um mehr als die bislang prognostizierten 15,8 Prozent zunehmen könnte (Computerwoche online berichtete). Im Sommer vergangenen Jahres hatten die meisten Marktbeobachter lediglich einen Zuwachs von rund zehn Prozent erwartet, nachdem die Erholung des Sektors durch den Irak-Krieg und die Sars-Epidemie in Asien schwächer als erhofft voranschritt. Als Grund für den Wachstumsschub in der zweiten Jahreshälfte sieht die SIA die überraschend starke Nachfrage nach Computern, Mobiltelefonen und Unterhaltungselektronik.

Regional betrachtet erhöhten sich die Chipumsätze im asiatisch-pazifischen Raum im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 32 Prozent. In Europa betrug der Zuwachs laut SIA 21 Prozent, in Japan 31 Prozent. Das Schlusslicht bildete Amerika mit einem Wachstum von 14 Prozent. Die Kapazitätsauslastung bei den Chipherstellern betrug im vierten Quartal 95 Prozent, was ihnen gleichzeitig ein leichtes Anziehen der Preise ermöglichte. (mb)