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SIA: Chipumsätze legen kräftig zu

03.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die weltweiten Chipumsätze sind von August auf September um 6,5 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Branchenverbands Semiconductor Industry Association (SIA) verbuchte der Bereich damit den stärksten prozentualen Zuwachs seit 1990.

Laut SIA kletterten die Chiperlöse gegenüber dem Vormonat August von 13,6 Milliarden auf 14,4 Milliarden Dollar. Im Jahresvergleich fiel der Umsatz sogar um 17 Prozent höher aus als im September 2002. Insgesamt beliefen sich die Halbleitereinnahmen im dritten Quartal 2003 auf 43,3 Milliarden Dollar, das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahres- und fast 14 Prozent mehr als im Vorquartal.

"Die Zahlen betätigen, dass die weltweite Nachfrage nach Halbleitern deutlich steigt", so SIA-Präsident George Scalise. Die starke Leistung in allen wichtigen Marktbereichen - Computer, Kommunikation und Verbraucher - deute auf einen soliden, anhaltenden und breiten Aufschwung hin. Scalise schätzt, dass der Branchenumsatz damit im Gesamtjahr 2003 um mehr als zehn Prozent zunehmen könnte, gefolgt von einem stärkeren zweistelligen prozentualen Wachstum 2004.

Laut SIA stieg im dritten Quartal die Nachfrage im PC-Bereich, der 30 Prozent des Endmarktes ausmacht, deutlich. Getrieben wurde der Zuwachs durch den höheren Bedarf an Speicherchips ( plus 33,2 Prozent) und Mikroprozessoren (plus 23,9 Prozent). Die Erlöse mit Flashspeichern wuchsen um 27,2 Prozent. Mit einem Anstieg um 20,3 Prozent konnten auch die Erlöse mit - überwiegend in Handys verbauten - digitalen Prozessoren (DSPs) kräftig zulegen.

Regional betrachtet erhöhten sich die Chipumsätze im asiatisch-pazifischen Raum gegenüber dem zweiten Quartal um 19,1 Prozent. In Europa betrug der Zuwachs laut SIA zwölf Prozent, in Japan immerhin noch elf Prozent. Das Schlusslicht bildete Amerika mit einem Wachstum von 8,6 Prozent. (mb)