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SGI baut neuen Supercomputer auf Basis des Itanium-2-Prozessors

28.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - SGI hat die "Altix-3700"-Familie der Hochleistungsrechner um das Modell "Bx2" ergänzt, das mit einer Reihe von neuen Funktionen aufwartet. So hat sich im Vergleich zum bisherigen Topmodell die Anzahl der Itanium-2-Chips in einem Server auf 256 verdoppelt. Der Bx2-Server enthält bis zu 32 Rechnermodule, die mit jeweils acht Intel-Chips bestückt sind. Mit dem neuen System ist es möglich, alle 256 CPUs unter einem Betriebssystem arbeiten zu lassen - und das ist noch nicht das Ende. SGI hat noch größere Konfigurationen in der Entwicklung. Die geballte Rechenpower schlägt sich andererseits in eine gehörige Menge an Abwärme nieder, so dass SGI die Möglichkeit der Wasserkühlung für das System anbietet.

Dank der hauseigenen "NUMA-Flex"-Architektur lässt sich der Hauptspeicher auf bis zu 24 TB ausbauen. Neu ist auch die Weiterentwicklung der Verbindungstechnik "NUMA-Link", die jetzt in der Version 4 vorliegt. Damit lassen sich Daten mit einer Transferrate von 6,4 GB in der Sekunde transportieren - doppelt so schnell wie unter NUMA-Link 3.

Der Einstiegspreis für das neue Bx2-System mit 16 Prozessoren liegt bei 275 000 Dollar.

Einer der Anwender für die neuen und zukünftigen Systeme ist die National Aeronautics and Space Andministration (NASA), die für den "Columbia"-Supercomputer ein Altix-System mit 2048 Prozessoren einsetzt. Die NASA will auch die nächste Generation von Itanium-2-Chips nutzen, dessen Cache-Speicher 9 MB groß ist und die Leistung um bis zu 40 Prozent steigern soll. Die neuen Bx2-Rechner sind dafür bereits vorbereitet. (kk)