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Server-Startup RLX entlässt 17 Prozent

27.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Als Reaktion auf die gegenwärtige Konjunkturflaute hat das texanische Server-Startup RLX Technologies 17 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Die zwanzig gekündigten Angestellten stammen vorwiegend aus dem administrativem Bereich, die Abteilungen Technik, Verkauf und Marketing blieben hingegen unangetastet. Nach den Job-Streichungen führt das von ehemaligen Compaq-Mitarbeitern gegründete Unternehmen noch etwa 100 Beschäftigte auf seiner Gehaltsliste. Obwohl die Verkaufszahlen Monat für Monat zunehmen, sind wir nicht immun gegen die gegenwärtige Marktentwicklung, erläuterte ein Sprecher des Unternehmens die Entlassungen. Hoffnungsschimmer ist die Tatsache, dass Kunden, die früher im Jahr Test-Server installierten, jetzt zurückkommen und die Produkte bestellen.

RLX produziert Blade-Server auf Basis von Transmetas Crusoe-Prozessoren. Die Geräte sind dünner als herkömmliche Server und verbrauchen weniger Strom, besitzen daher auch eine geringere Wärmeentwicklung. Als Resultat können IT-Manager bei gleichem Platzangebot mehr Server betreiben und somit Kosten sparen. Während die geschätzten Verkaufszahlen für Blade-Server in diesem Jahr mit etwa 50 000 Stück noch relativ gering ausfallen, prophezeien die Marktforscher von IDC den Geräten eine große Zukunft: 2005 sollen zwei Millionen Blade-Server verkauft werden und einen Umsatz von 4,5 Milliarden Dollar einbringen. Den gesamten Server-Markt schätzt IDC in vier Jahren auf 102 Milliarden Dollar schwer ein.