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Serena will Merant übernehmen

04.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Konsolidierung auch im Markt für Enterprise Change Management: Serena Software hat gestern angekündigt, es wolle die britische Merant für 380 Millionen Dollar in bar und Aktien übernehmen. Der Deal bedarf noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und der Merant-Aktionäre. Mit der Fusion (bei der der Name Merant verschwinden würde) entstünde nach Angaben beider Firmen der mit wenigstens 46 Kunden aus den Fortune 50, einer installierten Basis von über 15.000 Kunden und 225 Millionen Dollar Jahresumsatz zweitgrößte ECM-Anbieter hinter IBM/Rational. Beide Firmen hoffen, die Transaktion bis April abgeschlossen zu haben.

Serena mit Hauptsitz im kalifornischen San Mateo ist bislang vor allem im Mainframe-Segment aktiv, Merant dagegen bei verteilten Systemen. Serena erhofft sich von der Übernahme unter anderem eine bessere Positionierung im Bereich Application Lifecycle Management. Serenas Marketing-Chef Chuck Henderson erklärte, die Portfolios und Channels beider Firmen ergänzten sich hervorragend. Was konkret mit Merants existierenden Produkten passieren wird, sei noch unklar. "Wir werden sie vorerst weiter supporten. Die weitere Entwicklung lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt aber unmöglich absehen", so der Serena-Mann. (tc)