ECM

SER präsentiert Neuentwicklung seiner Suite Doxis

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Mit "Doxis4" stellt die SER Solutions Deutschland GmbH eine Neuentwicklung ihrer ECM-Suite (Enterprise Content Management) vor. Sie stellt alle Services in integrierter Form bereit, wurde aber dennoch nach den Design-Prinzipien einer Service-orientierten Architektur (SOA) entworfen.

Mit der neuen SER-Produktgeneration Doxis4 sollen Unternehmen laut Hersteller eine leistungsfähige und flexible ECM-Gesamtlösung mit gut beherrschbarer Komplexität erhalten, die technisch und wirtschaftlich aufeinander abgestimmt ist. Anstatt ein heterogenes Produktportfolio im Nachhinein über SOA-Komponenten als Middleware zusammenzufügen, hat SER nach eigenen Angaben seine ECM-Plattform "aus einem Guss" unter Berücksichtigung der Designmerkmale einer SOA und den spezifischen Anforderungen eines integrierten ECM von Grund auf neu entwickelt.

Modulare und gleichzeitig integrierte ECM-Services

Die neue Architektur basiert auf Java-Technologien und soll flexible Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene ECM-Szenarien bieten. Herzstück des Systems ist der "DOXiS Content Service Bus" (CSB). Diese neu entwickelte Plattform stellt mit einer gemeinsamen, einheitlichen Metadaten-Verwaltung und einer Storage-Virtualisierung das Fundament aller ECM-Services dar. Dabei ermöglicht der Storage-Service den einheitlichen Zugriff auf verschiedene Speicher- oder Archiv-Systeme im Unternehmen, die transparent gekapselt und in die Gesamtarchitektur eingebunden werden (Speicher-Virtualisierung). So stellt die einheitliche Metadaten-Verwaltung laut Hersteller die Informationslogik dar, die von allen ECM-Services verwendet wird und Basisdienste wie etwa Instance, Schema oder Orga enthält.

Auf der gemeinsamen Basis des CSB werden modular, aber dennoch integriert, verschiedene ECM-Services aufgesetzt. Zu den wesentlichen Diensten, die je nach Anwendungsfall unterschiedlich miteinander kombiniert werden können, zählen unter anderem das "DMS Service & Archiv" zur Verwaltung unveränderlicher und lebender Dokumente, und der "ILM Service", der die bereits angesprochene Metadaten-Verwaltung und Storage-Virtualisierung nutzt, um Dokumente zwischen verteilten Standorten und verschiedenen Speichersystemen zu replizieren oder zu verschieben. Des Weiteren gestattet der "Text Mining Service" auf Basis von "Machine Learning"- und "Probabilistic Semantic Analysis"-Techniken die Suche nach Inhalten und Sinnzusammenhängen. Der "Records & Relationship Service" führt darüber hinaus Informationen zu einem Objekt zusammen, etwa zu Kunden, Lieferanten, Immobilien, oder Projekten, während der "Retention Service" Aufbewahrungsfristen für Dokumente und Akten verwaltet und überwacht.

Einheitliche Rich-Clients für Windows und Web-Browser

Als Benutzeroberfläche implementierte der Hersteller die Rich-Clients "Doxis4-WinCube" (für Windows-Umgebungen) und "Doxis4-WebCube" (Für Internet-Browser). Ein vereinheitlichtes Client-Konzept soll dabei die Einführung der Lösung vereinfachen und die Produktivität in der täglichen Arbeit mit dem System steigern. Wie der Hersteller erklärt, nutzen die neuen Clients moderne Techniken zur Benutzerinteraktion wie etwa Tabbed- Browsing oder kontextabhängige Menüs, so genannte "Ribbons". Diese bieten immer die passenden Funktionen zum aktuellen Objekt, so dass man das Wichtige immer direkt im Zugriff hat. Einzelheiten zu Nutzen, neuen Features und Architektur des SER-Systems finden Interessierte im Dokument "Zehn Gründe für Doxis4".

Mehr über den Einsatz von ECM-Systemen im Mittelstand erfahren Sie im COMPUTERWOCHE-Beitrag "Wie der Mittelstand auf Enterprise Content Management aufsatteln kann".