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Sega "verschenkt" Dreamcast-Konsolen

04.04.2000
Gründet Internet-Spieleservice

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sega Enterprises will seine Videospielekonsole "Dreamcast", die im Handel 199 Dollar kostet, in den USA künftig verschenken - allerdings nicht ganz selbstlos. Im Gegenzug müssen sich die Kunden bei dem neuen Online-Dienst Seganet für die Dauer von zwei Jahren anmelden; die monatliche Nutzungsgebühr beträgt 21,95 Dollar. Diejenigen, die bereits eine Konsole besitzen, erhalten eine kostenlose Tastatur und einen Scheck über 200 Dollar.

Mit dieser Strategie verzichtet die US-Tochter des japanischen Konsolenherstellers zwar nach eigenen Angaben auf rund 400 Millionen Dollar Umsatz im Bereich Hardware, erhofft sich allerdings Einnahmen im Bereich Internet-Service-Providing von einer Milliarde Dollar. Sega will auf diese Weise zudem den Verkauf seiner Software ankurbeln.

Zudem soll die neue Tochterfirma Sega.com, gegründet werden, für die die bereits existierende, gleichnamige Website in eine Internet-Spieleseite umgebastelt wird. Hier können sich Interessierte künftig via Dreamcast-Konsole zu Online-Spielen treffen. Unterstützt wird die Seite, die zunächst mit 100 Millionen Dollar finanziert werden soll, durch den unternehmenseigenen Internet-Service Seganet. Sega will heute einen großen Internet-Service-Provider als Backbone-Anbieter für Seganet bekannt geben.