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Sega meldet Verlust und degradiert President

29.05.2000
Nintendo geht es auch nicht rosig

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sega Enterprises hat zum dritten Mal in Folge ein negatives Jahresergebnis gemeldet. Im abgelaufenen Fiskaljahr verzeichnete der japanische Spielkonsolenhersteller ähnlich wie im Vorjahr einen Nettoverlust von umgerechnet rund 844 Millionen Mark. Besonders negativ schnitt die Einheit Consumer-Produkte ab, zu der auch die wenig erfolgreiche Spielkonsole "Dreamcast" gehört: Der operative Verlust belief sich hier auf 850 Millionen Mark. Das Konzernergebnis beinhaltete zudem einen außergewöhnlichen Verlust von 290 Millionen Mark und einen einmaligen Zugewinn von 310 Millionen Mark. Beim Umsatz legte das Unternehmen allerdings um 27 Prozent auf 6,67 Milliarden Mark zu.

Aufgrund des enttäuschenden Ergebnisses wurde Sega-President Shoichiro Irimajiri zum Vice-Chairman degradiert. Sein Amt übernimmt am 1. Juni dieses Jahres Isao Okawa, der diese Position neben seiner Chairman-Rolle ausüben wird. Im neuen Fiskaljahr, das Ende März 2001 zu Ende geht, sollen die Einnahmen des Konzerns nur noch 6,1 Milliarden Mark betragen. Sega hofft jedoch auf einen Nettoprofit von 30 Millionen Mark.

Etwas besser erging es dem Sega-Konkurrenten Nintendo. Der japanische Konzern meldete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettoprofit von 1,1 Milliarden Mark, lag damit jedoch um 35 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Auch beim Umsatz musste das Unternehmen mit 10,43 Milliarden Mark Einbußen von 7,4 Prozent hinnehmen. Nintendo machte den starken Yen für den Gewinnrückgang verantwortlich.