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Security: Cisco und Microsoft raufen sich zusammen

18.10.2004
Um künftig verschiedene und teils widersprüchliche Security-Konzepte zu vermeiden, kündigen Microsoft und Cisco eine engere Zusammenarbeit im Bereich IT-Sicherheit an.

Cisco und Microsoft wollen Presseberichten zufolge heute eine engere Zusammenarbeit im Bereich IT-Sicherheit ankündigen. Hintergrund ist der gestiegene Druck durch Großanwender, die sich verschiedene, teils widersprüchliche Security-Konzepte nicht mehr bieten lassen wollen.

Die beiden Hersteller hatten jeweils eigene Strategien vorgestellt, wie Unternehmen ihre Netze vor Bedrohungen wie Viren, Würmer und sonstige ungebetene Gäste schützen sollten. Cisco führte das Modell Network Admission Control (NAC) ein, eine Architektur, die zunächst die hauseigenen Router und ab 2005 auch die Switches unterstützen soll. Microsoft hatte zu Beginn dieses Jahres das Konzept Network Access Protection (NAP) angekündigt, das darauf ausgelegt ist, portable Rechner vor der Netzanbindung gründlich auf Wurm- und Virenbefall zu untersuchen und gegebenefalls in Quarantäne zu schicken. Diese Technik soll jetzt erst im Jahr 2007 mit dem Longhorn Server realisiert werden und nicht, wie zunächst angekündigt, schon in der zweiten Hälfte 2005 mit dem Windows-XP-Interims-Update "R2".

Microsoft und Cisco planen nun, technische Details untereinander auszutauschen, ihre Technologien zu integrieren und industrieweite Standards voranzutreiben. Mehr als Lippenbekenntnisse gibt es bis dato allerdings nicht. Deshalb tun sich Beobachter schwer, die Ankündigung zu bewerten. Ein Cisco-Sprecher sagte jedoch, das Duo verfolge das Ziel, dass sich Anwender aus dem Angebot beider Hersteller bedienen können sollen, ohne damit die Kompatibilität zu den Technologien des jeweils anderen zu gefährden. (hv)