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SEC weitet Ermittlungen gegen CA aus

16.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat ihre bislang vorläufige Untersuchung der Bilanzen von Computer Associates (CA) intensiviert. Verschiedene externe Parteien, darunter die ehemaligen CA-Wirtschaftsprüfer Ernst & Young, wurden per Gerichtsbeschluss aufgefordert, relevante Unterlagen zur Verfügung zu stellen. In einer Pflichtveröffentlichung erklärt CA, dass sich die SEC-Ermittlungen auf seine früheren Praktiken der Umsatzbuchung beziehen. Die Börsenaufsicht ermittelt in dieser Angelegenheit zusammen mit dem US-Justizministerium.

Informationen des "Wall Street Journal" zufolge nimmt die SEC unter anderem unter die Lupe, ob CAs Führungskräfte, darunter Chairman Charles Wang, Chief Executive Officer (CEO) Sanjay Kumar und Executive Vice President Russell Artzt, Lizenzumsätze manipuliert haben, um höhere Zahlen auszuweisen. Im Jahr 1998 erhielten sie zur Belohung für den guten Börsenkurs der Softwareschmiede Aktienpakete im Gesamtwert von rund einer Milliarde Dollar.

Die Anleger reagierten prompt auf die Nachrichten: Das CA-Papier sank am gestrigen Mittwoch um 7,1 Prozent auf 17,75 Dollar. (ka)