Web

 

Seagate arbeitet an RIESEN-Festplatten

07.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seagate Technology, einzig ernsthafter Rivale der IBM beim Kampf um die technische Vorherrschaft im Festplattengeschäft, will einen revolutionären Durchbruch im Bereich Speicherkapazität erreicht haben. Dem Hersteller ist es gelungen, auf einem Zoll (2,54 Zentimeter) Magnetplatte 105 000 konzentrische Spuren unterzubringen. Die damit erreichte Dichte liegt acht mal so hoch wie bei bisherigen Produkten. Bis zur Marktreife sollen nach Angaben einer Sprecherin allerdings noch zwei bis vier Jahre vergehen. Dann aber steht Festplatten mit 216 GB theoretisch nichts mehr im Wege.

Um die Spuren derart dicht zu packen, nutzt Seagate eine neue Technik namens "Optically Assisted Winchester" (OAW). Die Schreib-Lese-Köpfe werden dabei mittels eines schwachen Laserstrahls weit exakter positioniert, als dies bei einer rein mechanischen Lösung möglich wäre. Die Speicherplatten bestehen zudem nicht länger vollständig aus Metall, sondern aus einem Spezialkunststoff, der mit einer dünnen Metallschicht bedampft ist.