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SCO sieht sich vor dem Sprung über die Gewinnschwelle

09.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Einnahmen des Unix-Anbieters SCO Group sind im abgeschlossenen dritten Quartal wieder einmal gefallen, und zwar um 16,5 Prozent auf 9,4 Millionen Dollar. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 2,4 Millionen Dollar. Laut Finanzchef Bert Young muss das in Lindon, Utah, ansässige Unternehmen nur noch zwei Mal zwei Millionen Dollar an seine Anwaltskanzlei Boies, Schiller and Flexner für die Prozesse mit IBM, Novell, Red Hat und anderen zahlen. Die vertraglich vereinbarte Deckelung der Anwaltskosten sowie die Veröffentlichung von OpenServer 6 solle SCO nun zurück in die schwarzen Zahlen bringen.

OpenServer 6 ist seit Juni und damit noch nicht lange genug erhältlich, um das Unix-Geschäft nachhaltig zu kräftigen. Laut CEO Darl McBride war das Unix-Geschäft aber im dritten Quartal in Folge profitabel. Allerdings gingen hier die Erlöse im Jahresvergleich auch noch einmal zurück, und zwar von 8,9 auf knapp unter acht Millionen Dollar. Schwach ist weiter das Lizenzierungsgeschäft der SCOsource Sparte, die nur 32.000 Dollar einnahm, denen juristische Kosten von 3,1 Millionen Dollar gegenüberstanden.

CFO Young zufolge hatte SCO zu Ende des Berichtszeitraums noch Barmittel und kurzfristige Anlagen von 8,6 Millionen Dollar nach 8,2 Millionen zu Ende Q2 und 7,4 Millionen nach dem ersten Fiskalvierteljahr. McBride geht davon aus, dass die Unix-Sparte auch für den Rest des Kalenderjahres cashflow-positiv wirtschaftet.

Neue Einnahmen soll der Firma auch eine seit einem Jahr entwickelte Web-Services-Plattform für mobile Geräte bringen. Diese will SCO in zwei Wochen auf der Fachmesse Demo der Öffentlichkeit vorstellen, die am 19. September beginnt. Details zu dem Produkt sind noch nicht bekannt. (tc)