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SCO Deutschland nimmt Website vom Netz

02.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Während SCO-Chef Darl McBride in den USA verlauten lässt, der Linux-Streit könne durch eine Firmenübernahme seitens IBM bereinigt werden (Computerwoche online berichtete), sieht sich der Geschäftsführer der deutschen Filiale, Hans Bayer, wachsendem Druck der Linux-Community ausgesetzt. Nachdem am Freitag die Bremer Linux-Firma Univention vor dem Bremer Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen die SCO Group GmbH erwirkt hat (Computerwoche online berichtete), hat die Unix-Firma heute ihren Internet-Auftritt vom Netz genommen. Es soll geprüft werden, ob die Web-Seiten nach deutschem Recht unzulässige Aussagen

enthalten. Laut Bayer sind bei SCO Deutschland mittlerweile fünf Abmahnungen aus der Linux-Gemeinde eingetroffen.

Laut Verfügung darf SCO Deutschland vorerst nicht mehr behaupten, dass Linux-Betriebssysteme unrechtmäßig erworbenes geistiges Eigentum von SCO Unix beinhalten und dass Linux-Anwender für angeblich damit verbundene Copyright-Verletzungen haftbar gemacht werden können. Bei Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. (lex)