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SCM Microsystems schwächelt im Kerngeschäft

29.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der deutsch-amerikanische Sicherheitsspezialist SCM Microsystems verbuchte im zweiten Quartal 2003 erneut einen Umsatz- und Ergebnisrückgang in seinem Kerngeschäft Security: Wie das Unternehmen bekannt gab, sanken die Einnahmen des nach dem Verkauf der Digital-Video-Sparte an Pinnacle verbleibenden Bereichs gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 19,3 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel damit jedoch drei Prozent höher als im vorangegangenen ersten Quartal aus und lag im Rahmen der internen Prognose von 17 bis 19 Millionen Euro.

Der Verlust des Bereichs vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 4,2 Millionen Dollar nach einem EBIT-Gewinn von einer Million Dollar im Vorjahr, teilte das Unternehmen aus Ismaning bei München mit. Unter dem Strich wies der Hersteller von Smart-Card-Lesegeräten ein Nettodefizit von 5,2 Millionen Dollar aus. Im zweiten Quartal 2002 hatte SCM Microsystems in der Security-Sparte noch einen Nettoprofit von 700.000 Euro erzielt.

In der inzwischen an Pinnacle verkauften Digital-Video-Sparte (Computerwoche online berichtete) fiel im Berichtszeitraum ein EBIT-Verlust von 5,1 Millionen Dollar an, hinzu kamen Sonderbelastungen von 5,9 Millionen Dollar durch die Ausgliederung des Bereichs, teilte das Unternehmen weiter mit.

Für das laufende dritte Quartal erwartet SCM Microsystems Einnahmen zwischen 15 und 20 Millionen Dollar und einen operativen Verlust. Wie Ende Juni angekündigt, geht das Unternehmen davon aus, dass die laufende Restrukturierung das Nettoergebnis in der zweiten Jahreshälfte belastet. (mb)