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Schweden: UMTS-Start zum Jahresende fraglich

02.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit Svenska UMTS-licens AB hat nun auch der letzte der vier UMTS-Lizenznehmer in Schweden einen Aufschub für den Ausbau des 3G-Netzes beantragt. Als Gründe für die befürchtete Verspätung nannte das Joint-Venture der beiden Unternehmen Telia-Sonera und Tele2, Verzögerungen bei der Erteilung von Baugenehmigungen für Sendeanlagen sowie das Fehlen von technischen Plattformen und die geringe Zahl verfügbarer UMTS-Handys. Das Gemeinschaftsunternehmen sicherte zu, bis Anfang nächsten Jahres eine Netzabdeckung von 70 Prozent zu erreichen. Die ursprüngliche Forderung der schwedischen Post- und Telekommunikationsbehörde (PTS), noch dieses Jahr 99,9 Prozent der Bevölkerung des dünn besiedelten Landes mit UMTS-Diensten versorgen zu können, werde jedoch frühestens Ende 2005 erfüllt.

In den vergangenen Wochen hatten bereits die anderen drei Lizenzinhaber, Vodafone, Orange und die Hutchinson-Tochter "3", um einen Aufschub des UMTS-Starts gebeten Die ersten beiden Verlängerungsanträge wurden bereits von der PTS abgelehnt. Die schwedische Regulierungsbehörde hatte Ende 2000 vier UMTS-Lizenzen kostenlos ausgegeben, Voraussetzung war allerdings, bis zum 31. Dezember diesen Jahres eine vollständige Netzabdeckung zu erreichen. Bei Nichterfüllung der Auflagen drohen den Betreibern Geldbußen und die Rückgabe der UMTS-Lizenz. (mb)