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Schwarzer Donnerstag für IBM und Mannesmann

22.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IBM-Aktie fiel an der New Yorker Börse gestern um 15 Prozent und notierte zum Börsenschluß bei 91 Dollar. Investoren reagierten damit auf die enttäuschenden Wachstumsprognosen, die IBM tags zuvor bekanntgegeben hatte (CW Infonet berichtete). Big Blue bezeichnete den Kurseinbruch seiner Aktie als den größten an einem Tag, seit Lou Gerstner vor über sechs Jahren als Chief Executive Officer (CEO) antrat. Durch den Wertverlust der Aktien verlor Gerstner rund 130 Millionen Dollar seines Privatvermögens. IBM büßte 29 Milliarden Dollar seiner Marktkapitalisierung ein.

Ähnlich erging es gestern der Mannesmann AG, als sie die Übernahme der britischen Mobilfunkgesellschaft Orange für knapp 60 Milliarden Mark verkündete (CW Infonet berichtete). Die Aktie fiel an der Frankfurter Börse um 9,1 Prozent und notierte am Tagesende bei 143,5 Euro (280,66 Mark). Analysten und Aktionäre halten den Kaufpreis für Orange für deutlich überhöht.