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Schulterschluss von Hightech und Healthcare

07.06.2006
22 Hightech-Hersteller und Anbieter aus dem Gesundheitswesen haben sich zur Continua Health Alliance zusammengetan.

Sie wollen im Rahmen der nicht gewinnorientierten Initiative gemeinsam daran arbeiten, dass ihre Systeme besser zusammenspielen. Zu den Gründungsmitgliedern der Continua Health Alliance gehören unter anderem Intel, IBM, Cisco Systems, Samsung Electronics, Motorola, Philips Electronics, Medtronic, GE Healthcare, Kaiser Permanente sowie Partners HealthCare System, weitere dürften dazustoßen.

Mit ihrer Zusammenarbeit wollen die Teilnehmer dem Problem begegnen, dass eine fixe Anzahl von Ärzten und Pflegepersonal einer erwarteten Explosion chronischer Krankheiten gegenübersteht. "Den Kapazitätskampf haben wir bereits verloren", erklärte Joseph Kvedar, Vice Chairman für Dermatologie an der Harvard Medical School und Director einer Partners-Sparte, die Remote-Medizindienste anbietet. "Wir müssen rasch handeln."

Einziger Ausweg aus dem Dilemma sei, so Continua-Unterstützer, eine stärkere Verlagerung der Pflege in das häusliche Umfeld - unterstützt von Geräten, die den Zustand eines Patienten überwachsen und Daten an Mediziner übermitteln, die sie analysieren und darauf basierend Empfehlungen abgeben können. Das soll zum einen den Patienten selbst, aber auch ihren Angehörigen helfen.

Als Hindernisse stehen dem Vorhaben allerdings papier-basierende Arbeitsabläufe in vielen Arztpraxen sowie inkompatible Produkte von Hardware- und Softwareherstellern im Wege. Standardisierungsgremien arbeiten bereits daran, einige dieser Probleme zu adressieren. Continua hofft, unter anderem mit Richtlinien für Hersteller und ein Logo-Programm für Endkunden, aber auch Krankenhäuser einen Schritt weiter gehen zu können. (tc)