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Schüler als mutmaßlicher Porno-Dealer

09.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein 20jähriger Schüler ist vermutlich für den bislang größten Handel mit Kinderpornos im Internet verantwortlich. Vergangene Woche hatten Ermittler Tausende Disketten und Hunderte von Videos bei dem Jugendlichen aus Pforzheim im Schwarzwald sichergestellt. Nach Aussage von Hans-Werner Schwierk von der Pforzheimer Staatsanwaltschaft ist der mutmaßliche Täter bisher polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. "Sein Motiv dürfte Geld heißen", so Schwierk weiter. Gegen den jungen Mann, der mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren zu rechnen hat, soll noch in diesem Jahr Anklage erhoben werden. Für die von dem Schüler über T-Online angebotene Porno-Homepage wurden von Juni bis September dieses Jahres über 500 000 Zugriffe gezählt. Mittlerweile wurde gegen rund 1000 Privatpersonen ein Strafverfahren eingeleitet.