Schreibtisch-Strategen Betr.: CW Nr. 41 vom 9. Oktober 1987, Seite 18: "SW-Änderungen haben oft verheerende Folgen"

20.11.1987

Frau Leitner hat grundsätzlich sicher recht. Nur stört mich die Passage "Aber häufig erfährt diese ursprüngliche Planung an einigen Stellen Änderungen - meist deshalb, weil eine Organisation sich nicht umstellen will . . ." Frage:

Warum sollte sie auch, wenn sie sich bisher bewährt und sich in entscheidenden Punkten von jenen der Konkurrenten unterschieden hat. Sie widerspricht sich offenbar selbst einige Zeilen weiter, wenn sie fordert, daß vorhandene Unterlagen möglichst unverändert übernommen werden sollen.

Viele Anwender wollen bewährte Organisationsgegebenheiten nur beschleunigen und damit effizienter machen. Damit die erwähnten SW-Änderungen unterbleiben können, muß nur danach getrachtet werden, daß Software modular aufgebaut und - wie richtig formuliert - parametergesteuert erstellt wird. Die SW-Häuser sollten sich mehr in die Anwendungspraxis begeben, als hinter ihren Schreibtischen

ihre zum Teil isolierten Vorstellungen zu realisieren.

Durch angeglichene Organisationsformen ergeben sich sicher auch ablauftechnische Vorteile. Ein Nivellement in rechnergesteuerten Anwendungsformen muß aber nicht zwangsläufig zu wirtschaftlicheren Gesamtorganisationen führen.

Gerfried Tatzl, A -8052 Graz-Wetzelsdorf