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Schon mehr als ein Dutzend Gebote für Napster-Überreste

17.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am heutigen Dienstag endet die Versteigerung der legendären US-amerikanischen Musiktauschbörse Napster. Das Interesse ist groß: Mehr als ein Dutzend Firmen aus aller Herren Länder haben ihre Gebote für die Vermögenswerte der bankrotten Musikdiensts eingereicht. Trenwith Securities, die Investment-Banking-Sparte von BDO Seidman LLP, hat bis zum 27. September Zeit, die Gebote zu analysieren. Die besten werden Gläubigern anschließend in Form von Empfehlungen präsentiert.

Einer der Bieter ist die Private Media Group, ein an der Nasdaq notiertes Unternehmen mit Sitz in Barcelona, das aus der ehemaligen Musikplattform einen Tauschservice für Pornoinhalte machen will. Dabei geht es der Firma, deren derzeit angebotener Online-Service für Pornofotos und -videos über rund 60.000 Abonennten verfügt, weniger um die Technik als vielmehr um die Bekanntheit der Marke Napster. Charles Prast, Chef von Private Media, träumt bereits von "Millionen von Musikfans, die aus Neugier auf unsere Site kommen". (sp)