Schneller mobil arbeiten: HSUPA startet in Österreich

20.11.2006
Was HSDPA für den Downstream, ist HSUPA für mobile Uploads: in Österreich soll der UMTS-Beschleuniger in Senderichtung seinen Betrieb Anfang Januar aufnehmen. In den Genuss von 1,4MBit/s kommen zunächst nur Kunden des Marktführers Mobilkom Austria.

Wer zu Hause über einen ADSL-Anschluss verfügt, wird früher oder später auf das dem "A" zuzuschreibende Phänomen stoßen: das steht für "Asymmetrisch" und bedingt die ungleiche Geschwindigkeit zwischen Up- und Downloads von Dateien. Da die meisten Nutzer im Web als Konsumenten auftreten, sind in erster Linie hohe Downloadgeschwindigkeiten für sie interessant; im Mobilfunk trägt dem die neue HSDPA-Technologie Rechnung, die Downstreams in bestehenden UMTS-Netzen auf bis zu 3,6MBit/s bringt. Uploads via 3(,5)G-Handy sind allerdings noch deutlich langsamer. Österreichs mobilkom startet nun als einer der ersten europäischen Netzbetreiber sein HSUPA-Netz, das auch Uploads mit bis zu 1,4MBit/s ermöglicht.

Natürlich kann man dem gewöhnlichen Kunden kein A für ein U vormachen. So lohnt sich der beschleunigte Upload nur für Nutzer, die auch wirklich etwas zu sagen haben. Journalisten zum Beispiel. Besser gesagt deren neueste Art der "Blog-Journalisten", die weltweit permanent mit ihren videofähigen Handys die Vorstandsetagen und Entwicklungsabteilungen unsicher machen und alles ins YouTube-Universum stellen, was ihnen vor die Linse springt. Natürlich profitiert von den anderthalb Megabits auch der immer gesichtsloser werdende "Business-Nutzer": dessen zehn Megabytes große, auf dem Smartphone erstellte, Powerpoint-Präsentation rast in weniger als einer Minute ins Postfach seines Kollegen.

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