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Schmid lässt Mobilcom kein Ruhe

09.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid hat den Treuhändervertrag mit Helmut Thoma gekündigt. Der Vertrag, in dem Schmid die Verwaltung seiner Aktien an den ehemaligen RTL-Chef übertragen hatte, war eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass der Mobilcom-Großaktionär France Télécom zustimmte, das Büdelsdorfer Unternehmen von seinen Schulden aus dem UMTS-Geschäft zu entlasten. Wie das "Handelsblatt" berichtet, begründen Schmids Anwälte die Kündigung damit, dass Thoma die "bisher bestehende Vertrauensgrundlage nachhaltig erschüttert" habe. Dieser habe sich in der Aufsichtsratssitzung Ende Dezember nicht an die mit Schmid getroffenen Abmachungen gehalten. Doch weder Thoma, France Télécom noch das über Bürgschaften an der Sanierung Mobilcoms beteiligte

Bundeswirtschaftministerium halten die Aufhebung des Vertrags für rechtsgültig. Laut Abmachung sei Thoma nicht an Weisungen der Familie Schmid gebunden. "Wenn es so einfach gewesen wäre, das Gesamtpaket zur Rettung von Mobilcom zu torpedieren, dann hätte sich weder France Télécom noch die Bundesregierung darauf eingelassen", zitiert das "Handelsblatt" Kreise aus dem Ministerium. (rs)