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Schlechte Nachrichten von Global Crossing

28.04.2004

Gerade fünf Monate nach dem Wiederauftauchen von Global Crossing aus der Chapter-11-Versenkung hat das Unternehmen gestern angekündigt, es werde seine Bilanz für das Jahr 2003 revidieren, die für 2002 untersuchen und seine Prognose für 2004 auf Eis legen. Außerdem wurden die Hauptversammlung und die Bilanz für das erste Quartal 2004 verschoben sowie Investoren gewarnt, dass erwartete Finanzierungen sich verzögern könnten. Die erst seit drei Monaten wieder an der Nasdaq gelistete Aktie von Global Crossing fiel daraufhin um 27 Prozent und schloss zum Fixing an der US-Technikbörse bei 13,20 Dollar.

Man habe, so Global Crossing, den größten Kostenblock des Unternehmens unterschätzt, nämlich für den Zugang zu Telefon- und Datennetzen andere Carrier. Eine erste Untersuchung deute auf eine Fehleinschätzung im Bereich von 50 bis 80 Millionen Dollar hin, erklärte das kaufmännisch auf den Bermudas ansässige Unternehmen. Der Fehler betreffe wohl hauptsächlich das Geschäftsjahr 2003, sicherheitshalber nehme man aber auch die Zahlen für 2002 unter die Lupe. (tc)