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Schlechte Karten für Metabox

27.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der vorläufige Insolvenzverwalter des am Neuen Markt notieren Hildesheimer Settop-Boxenbauers Metabox AG, Rechtsanwalt Michael Graaff, schätzt die Chancen des angeschlagenen Unternehmens, ein Insolvenzverfahren noch abzuwenden, auf "tendenziell" unter 50 Prozent. Um bis zur nächsten Hauptversammlung im September über die Runden zu kommen, benötige Metabox gut eine Million Euro, so Graaff gegenüber "vwd". Die "Aktionärsgemeinschaft Metabox" berate gegenwärtig, ob sie die (vorhandenen) Mittel noch zur Verfügung stellen solle.

Dies erscheint unwahrscheinlich: Ende vergangener Woche hatte ein weiterer, wie üblich namenloser Investor einen Rückzieher gemacht; ferner legte Vorstand Peter White sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Am Freitag teilte das Hildesheimer Unternehmen außerdem mit, die angedrohte Schadenersatzklage der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) sei am 23. August zugestellt worden. Graaff räume dieser "auch im Hinblick auf die aktuelle Rechtssprechung" nur geringe Erfolgschancen ein, heißt es in der diesbezüglichen Adhoc-Mitteilung. Die Mitarbeiter von Metabox sollen im Juli bereits kein Gehalt mehr bekommen haben.